ALLTAGSGEDANKEN

Was braucht mein Kind für den Waldkindergarten

Die Ferien sind seit Montag vorbei und die Mini geht wieder in den Kindergarten. Als ich ihre Sachen am Sonntag vorbereitet habe, hab ich mal alles nebeneinandergelegt und fotografiert. Hier ist es allerdings noch sehr warm derzeit und deshalb hat sie zum Beispiel keine Mütze auf und keinen Loop um ... aber im großen und ganzen seht ihr alles, was wir so für den Kindergarten angeschafft haben.

Die Kleidung

Ich muss zugeben, das war meine größte Sorge. Die Mini hatte ihren ersten Kindergartenmonat im Dezember und letzten Winter war es teilweise wirklich bitter kalt. Ich muss dazu sagen, dass der Kindergarten immer die Möglichkeit hat in den Bauwagen zu gehen und dort auch eine Heizung ist. Trotzdem war mir wichtig, dass die Mini auch draußen nicht friert. Wir haben für den Waldkindergarten:

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In so einer Welt, soll mein Kind nicht aufwachsen.

Zuallererst: Waumama ist unpolitisch und soll es eigentlich auch bleiben. Meine Mama hat mir früher gesagt, mit eigentlich fängt immer eine Lüge an, so ist es auch hier. Denn ich fühle mich derzeit genötigt einmal ganz kurz politisch zu werden:

Derzeit lese ich ständig "mein Kind soll nicht in so einer Welt aufwachsen". Was ein Schwachsinn, denn wir haben nur die eine. Mit der müssen wir leben, ob wir wollen oder nicht. Ist die einmal vermüllt, haben wir uns gegenseitig die Köpfe eingeschlagen oder den kompletten Regenwald abgeholzt und alle Tiere ausgerottet, dann ist es zu spät. Aber kommen wir zum eigentlichen Thema: Die einen Mütter wollen ihre Kinder nicht mit Ausländern im Kindergarten sehen, die nächste Mutter hat Angst vor der Islamisierung, andere vor Gewalt durch Ausländer. Ich kann jede Mutter verstehen, die Angst hat um die Zukunft ihrer Kinder. Das habe ich auch ... aber meine Ängste betreffen ganz andere Dinge. Denn wir haben in "dieser Welt" ganz andere Probleme, wenn wir mal ehrlich sind. 

Ich möchte, dass mein Kind in einer Welt aufwächst, in der: 

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Sport als Alltagsausgleich

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Klingt einfach, ist es aber nicht. Andere Mütter mit Kleinkindern werden wissen, wovon ich spreche. Die wertvolle Betreuungszeit nutzt man meist nicht um zu sporteln, sondern um den Haushalt zu schaffen oder zu arbeiten. Für Sport bleibt oft wenig Zeit. Anders ist das hier natürlich auch nicht. Trotzdem versuche ich mir Freiräume dafür zu schaffen. Im Zweifel nehme ich einen Hund mit, dann habe ich auch kein schlechtes Gewissen. 

Sport mit Hund

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Waumama, wer ist das auf den Fotos?

Jap, die Frage habe ich in letzter Zeit oft gehört. Wer sitzt denn da und baut den Zaun? Wer kocht da, während Pablo in der Küche liegt? Wer hat denn da das Zelt aufgebaut? Waumama, wer ist das auf den Fotos?

Die Antwort auf die Frage, kennen die meisten, die uns im täglichen Leben live sehen bereits. Wir haben ihn fast überall schon vorgestellt. Der Rest wird es sich schon gedacht haben: wir sind nicht mehr alleine, wir haben einen neuen Mann im Haus. Keinen Papa-Ersatz, keinen neuen Waupapa (der Name wird belegt bleiben und ich überlege mir demnächst einen neuen für den Mann an meiner Seite), aber eben einen tollen Mann an meiner Seite, der sich nebenher ganz selbstverständlich auch um die Mini, die Hunde und die Katze kümmert. 

Patchwork Familie sein

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Hunde adoptieren und Hunde aufnehmen

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Unsere Hunde stammen alle aus zweiter Hand oder direkt aus dem Tierschutz. Egal ob Welpe oder älterer Tierschutzhund - die Entscheidung sollte wohl überlegt sein. Ist der Tag des Einzugs dann gekommen, ist es von Vorteil, vorbereitet und informiert zu sein. ;) Hier also einmal ein paar Erfahrungen von uns: 

Welpe, Junghund oder doch ein Erwachsener?

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Ohne Auftrag - keine Beratung

Das klingt im ersten Moment super einfach: wird man nicht gefragt, sagt man einfach nichts. So einfach ist es aber leider irgendwie doch nicht. Ach was ich schon mit ungefragten Ratschlägen belästigt wurde. Besonders gern genommen, die Ratschläge von Menschen ohne eigene Kinder/Hunde. Diejenigen, die mich kennen, die wissen, wie sehr ich mich schon oft genug darüber geärgert habe. Wahrscheinlich jedes einzelne Mal. Trotzdem fällt es auch mir manchmal schwer, meine Ratschläge Hunde und Kinder betreffend für mich zu behalten.

Wir sind eine Familie, die sehr auf Sicherheit bedacht ist ... die Mini fährt im Reboarder, mit Helm und Schützern Skateboard und wie auf dem Bild zu sehen, mit Helm Rad. Was denkt ihr, wie oft ich Kinder sehe, die in einem - meiner Meinung nach - falschen Kindersitz sitzen. Aber auch ich musste lernen: solange der StVo-konform ist, bringt die Diskussion gar nichts. Werde ich nach Rat gefragt oder danach, warum die Mini mit fast 4 immer noch rückwärts fährt, dann kann ich meine Meinung gerne äußern, ansonsten gilt: Schn*** halten.

Das selbe gilt für die Hunde. Ich leine lieber einmal mehr an und verzichte auf eine Hunde-Spiel-Begegnung, als das ich hinterher eine Keilerei habe. Das erste, was die Hunde hier lernen ist, an der Leine zu gehen. Solange unkontrollierte Hunde meinen Wohlfühlbereich nicht durchschreiten und mich, meine Hunde oder das Kind belästigen, hüte ich mich trotzdem, meinen Senf dazu zu geben. Mir doch egal, ob Lieschen Müller (ich hoffe, die gibt es nicht wirklich, sonst werde ich mich auf Familie Mustermann berufen) sich von ihrem Labrador übers Feld zerren lässt. Wenn sie Hilfe will, gibt es genügend Hundeschulen, Foren und Möglichkeiten sich Hilfe zu holen. Meine braucht sie ganz sicher nicht.

 

Warum ich mir das angewöhnt habe? Weil ich es selber nicht will. Boah wie genervt ich war, bei meinem ersten Spaziergang mit Pablo. Da wurde mir mehrmals geraten eine Hundeschule aufzusuchen und/oder den Hund abzugeben. Ab und an, hab ich mir die Mühe gemacht, zu erklären, dass er ja an mich abgegeben wurde aus genau dem Grund. Manchmal hab ich auch nur die Augen verdreht.

 

Noch besser finde ich die Omas, die meiner Mini die Schokalode, wegen der sie schreiend am Boden des Supermarktes liegt, selber kaufen und ihr diese ungefragt aushändigen (das Kind soll doch nicht verzichten müssen) oder die Mütter, die mir erzählen, dass das Kind zu viel Süßes ist. Auch ganz gern genommen, sind die kinderlosen Freunde, die meinen, ich müsse mal durchgreifen (was auch immer das heisst).

 

DANKE für die klugen Ratschläge, aber ich brauche sie nicht. Denn das Kind ist dem einen eh zu wenig Zucker, dem anderen zu viel und am Ende des Tages muss ich es vor mir selber rechtfertigen, wie viel Schokolade in den Kleinkindbauch gewandert ist. Genauso, wie andere Mütter auch nicht meine Ratschläge brauchen. Denn würden sie einen Ratschlag wollen, könnten/würden sie danach fragen. Genau so mache ich es nämlich auch.

 

Online ist das teilweise noch viel schlimmer. Da postet jemand einen Hund vor einem Napf Trockenfutter, weil der Hund so lieb wartet. Da kommen die einen und sagen, der Hund müsse Nassfutter haben, die anderen erzählen, sie geben Rohfleisch dazu und wieder die nächsten sagen, Trockenfutter und Barf geht gar nicht zusammen. Das Bild und der gute Gehorsam gehen komplett unter. Was ist da los? Das kann doch nicht richtig sein?

 

In diesem Sinne, Jungs und Mädels: Leben und Leben lassen. Habt euch lieb ... und nicht vergessen: ohne Auftrag, keine Beratung

Kind und Hunde im Alltag

Ich werde oft gefragt, wieso das hier funktioniert. Die Dobermänner stammen aus dem Tierschutz. Da meine Hunde diese Woche aneinander geraten sind, stellt sich natürlich auch die Frage: Wie wird die Mini vor solchen Situationen geschützt und wo war sie in dem Moment? Natürlich sind die Bilder von der Mini und den Hunden super und die Tatsache, dass sie sich alle verstehen und auf die Mini hören, ist es natürlich auch. Was ich allerdings auf keinen Fall möchte, ist den Eindruck erwecken, dass das einfach so möglich ist und immer klappt. Hunde sind Hunde und Kinder sind Kinder, ich kann für keinen meine Hand ins Feuer legen, also gibt es hier einige Sicherheitsvorkehrungen, die wir teilweise bewusst, aber auch unbewusst in den Alltag eingebaut haben. Gerade, wenn Pflegehunde hier sind, sind diese Dinge unerlässlich.

Die Mini ist nie mit den Hunden unbeaufsichtigt. Auch wenn ich meinen drei Chaoten sehr vertraue, bin ich doch immer ein wenig auf der Hut. Fühlt sich gerade jemand bedrängt, wird es jemandem zu eng oder sagt gerade jemand, dass er irgendetwas nicht möchte und das gegenüber versteht es nicht? Das Kräftverhältnis ist nicht annähernd ausgeglichen und es muss ja nicht mal sein, dass die Hunde beissen oder ähnliches ... es geht ja schon darum, dass die Mini nicht permanent umgerannt werden möchte. Das klingt anstrengend, wird allerdings zum Automatismus. Es gibt im Alltag jedoch einige Situationen, in denen man nicht so aufmerksam ist, wie das sein sollte oder in denen das Tempo hier einfach sehr hoch ist, auch dann passen die Chaoten manchmal nicht auf, wo sie hintreten. Wir haben unbewusst eine Lösung dafür gefunden: wir schleußen unbewusst ziemlich viel:

  • Es gibt hundefreie Bereiche bei uns im Haus. Die Hunde laufen und leben frei in der unteren Etage. Oben sind Kinderzimmer und Schlafzimmer.
  • Unsere Morgenroutine ist eine Katastrophe, weder die Mini noch ich sind Morgenmenschen. Damit dann nicht noch Hunde zwischendrin rumlaufen, gehen die Hunde jeden Morgen bevor ich die Mini nach unten hole in den Garten Leckerlies suchen bis wir in der Küche am Tisch sitzen und etwas Ruhe einkehrt.
  • Wenn ich nach Hause komme, bleibt die Mini je nach Wetter kurz im Auto sitzen, bis ich die Hunde rausgelassen habe oder wartet mit der Katze kurz vor der Haustür, bis die Hunde sich gefreut haben, dass ich wieder da bin und nach draußen in den Garten laufen.
  • Gleiches Tempo, wie beim nach Hause kommen, herrscht beim Anleinen zum Gassigehen. Auch dann wartet die Mini drinnen, vor der Tür oder kurz im Auto.
  • Wenn ich alleine bin, schicke ich die Mini kurz nach oben spielen, während ich zur Toilette gehe oder nehme sie mit in die Küche, während ich koche.
  • Auch beim Gassigehen habe ich die Mini immer aus brenzligen Hundebegegnungen herausgenommen. Mittlerweile fährt sie automatisch in eine Auffahrt oder ähnliches und wartet, wenn uns zum Beispiel unangeleinte Hunde entgegen kommen.
  • Auch die Hunde kann ich schleußen, wir haben zwei Ausgänge vom Haus zum Garten. Bevor Hunde zum einen Eingang rausgehen, kann ich andere zum anderen Eingang reinlassen ohne das sie sich begegnen.
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Mal wieder ein Neuzugang: Pablo, 8 Monate

Ich bin gerade in mein freies Wochenende gestartet. Ich sitze auf der Couch ... links von mir drei Dobermänner am schlafen (aber nicht dieser entspannte Schlaf, sondern eher dieser, bei dem man jeden Moment sofort aufspringen könnte). Rechts von mir ein Dobermann am Schlafen. Vorgestern Nacht ist Pablo bei uns eingezogen. Pablo ist ein junger Dobermann und hat - wie soll es anders sein, die ein oder andere "Baustelle".

Pablo kann bisher noch sehr wenig und ist leider auch in seiner Kommunikation mit anderen Hunden noch ... nennen wir es schwierig. Er stammt ursprünglich von einem "Züchter aus Rumänien" und hat bisher wenig gelernt. Meine Weibsbilder sind bereits souverän genug um das "zu ertragen". Bei Buster, der das bisher sehr gut macht, bin ich mir da nicht ganz so sicher, deshalb hat auch er einen Maulkorb um zur Zeit.

 

Jeder Neuzugang ist anstrengend für alle Beteiligten. Das gesamte Gefüge wird kurz durcheinander geworfen, es entsteht Unruhe und für die Hunde auch die ein oder andere unangenehme Situation. Mein Garten gleicht mal wieder einem Acker, der Fliesenboden einer Matschbadewanne und ich komme zu wirklich gar nichts. Pablo folgt mir und meinen Hunden wie ein kleiner nerviger Schatten und ich muss ihn sehr oft ermahnen sich abzulegen. Trotzdem machen wir das immer wieder. Das hat einen ganz bestimmten Grund:

Die Hunde bekommen eine besseren Start ins Leben. Natürlich ist eine Stelle, die den jungen Rüden von Anfang an behalten will viel schöner. Denn diese Leute wissen, wofür sie ihre Zeit und ihre Nerven investieren und der Hund muss nicht noch mal umziehen. Allerdings ist solch eine Stelle nicht immer so schnell zur Hand, wie die Hunde aus ihrer gewohnten Umgebung müssen. Das kann daran liegen, dass der Vermieter Stress macht, es Ärger mit dem Arbeitgeber gab oder der Hund aus anderen Gründen nicht in der Familie bleiben kann. Oft sind die ursprünglichen Besitzer nicht ganz ehrlich und der Hund wird ungenau beschrieben. So schnell lässt sich dann keine kompetente Endstelle finden. Also werden sie bei Leuten wir mir, quasi zwischengeparkt. Wir schätzen sie ein, üben ein paar Sachen mit ihnen und dann können sie in Ruhe einen Platz finden.

 

Das wirkt bei Welpen und Junghunden manchmal "unfair", weil die gerade dann noch so niedlich sind. Doch im Grunde wollen die Helfer und Vereine nix anderes, als verhindern, dass die Hunde zu Wanderpokalen werden. Denn oft ist nach mehreren Besitzern mehr verloren als gewonnen und viele Macken setzen sich fest und bleiben für immer ... und das Vertrauen in Menschen sinkt. Wir haben die Möglichkeiten und - ich würde behaupten auch das Know How - um einen Junghund hier zwischen zu parken. Das ist netter im Tierheim (gerade Dobermänner schätzen die Zwingerhaltung nicht sonderlich) und einfacher als in jeder Wohnung. Denn Hunde, die noch nichts gelernt haben, sind oft laut und bei uns beschwert sich kein Nachbar. Bei Pablo selbst steht noch nicht einmal fest, ob er wirklich weitervermittelt werden soll und unter welchen Bedingungen. Bis das geklärt ist, sitzt er hier warm und trocken, kann die Zeit nutzen und schon die ein oder andere Sache lernen. Step by Step jeden Tag ein bisschen.

Die Mini ist ein Scheidungskind

Ja ... was soll ich sagen. Es war ruhig bei Waumama. Bis auf ein paar Kooperationen und Fotos gab es von uns nicht viel zu hören: das hatte seinen Grund und der ist ziemlich privat. Nun will ich das gerne wieder ändern ... und weil ich mir am Anfang vorgenommen habe, nicht nur über die schönen Dinge des Familiendaseins zu schreiben, hier nun auch der unangenehme Teil: wir sortieren gerade unseren kompletten Haushalt in zwei Teile. Es gibt aber Dinge, die lassen sich nicht teilen:

Mini und Papa am Papawochenende
Mini und Papa am Papawochenende

Natürlich plant kein Mensch eine Scheidung. Sonst würde man ja auch nicht heiraten. Aber manchmal spielt das Leben eben, wie das Leben so spielt, man hat sich unterwegs verloren, unterschiedliche Pläne für die Zukunft ... man versucht und probiert ... und irgendwann geht es eben nicht mehr miteinander. Die genauen Gründe erspare ich euch ... nur so viel: das war eher ein schleichender Prozess mit wenig Drama und keine leichte Entscheidung. Die Erkenntnis muss allerdings erst einmal ausgesprochen werden ... getrennt habe ich mich schon ein paar Mal im Leben, doch dieses Mal ist das eine andere Hausnummer: da ist die Mini, da sind drei Hunde, da ist eine Katze, jede Menge Verantwortung, ein Haus und dieser Ring. Das man sich solch eine Entscheidung nicht leicht macht ist klar. Doch nun wird sie vollzogen.

Über Details denkt man anfangs gar nicht nach. Da kommt jede Menge Papierkrams, es müssen Dinge auseinander gezottelt werden, die wir vorher nie bedacht hätten: Versicherungen, gemeinsame Anschaffung und dies und das. In einer Sache waren wir uns von Anfang an einig: die Mini soll uns beide haben und es kommt nicht in Frage, dass unsere Pelzkinder bei diesem ganzen Prozedere "unter die Räder" kommen. Gesagt - getan: 

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Nachhaltige Mode

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Meine guten Vorsätze für das letzte Jahr betrafen unter anderem meine Kleidung: Ich möchte gerne weniger und dafür nachhaltiger und ökologischer kaufen. Damit bin ich ürigens nicht allein.

Meine Mama hat mir immer gesagt, "Wer billig kauft, kauft zweimal." Diese Erfahrung musste ich auch schon oft machen und versuche sie deshalb auf die ein oder andere Lebenslage anzuwenden. Das betrifft auch meine Kleidung. Denn ich habe festgestellt, dass ich günstige Dinge einfach nicht so sehr zu schätzen weiß, diese nach dem waschen ab und an verzogen ist und ich mich oft über Fehlkäufe ärgere. Also versuche ich das jetzt alles bedachter anzugehen. Vorab: das klappt ab und an, aber längst noch nicht immer:

Zuallererst: ich bin kein Modeblogger und halte nichts von einem kompletten Wechsel der Kleidungsstücke in meinem Kleiderschrank, nur weil die Kleidungsstücke nicht der aktuellen Saison und deren Trends entsprechen. Ich mag es lieber klassisch und versuche Aktzente zu setzen.

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Dafür hast du studiert?

Waumama, was machst du jetzt eigentlich? Meine Antwort ist meist, mich um meine Tochter kümmern, Gassigehen, etwas Gastronomie, einen Teilzeitjob, der sich oft wie nen Familienbesuch anfühlt und viel Kaffee trinken. DAS IST AUCH TATSÄCHLICH KEIN SCHERZ und durchaus gewollt so:

Tresenkraft Diskothek
OK, zugegeben, das Bild ist etwas älter ... den Laden gibt es schon nicht mehr. ;)

Natürlich dachte auch ich irgendwann, dass ich jetzt studiere und dann 40 Jahre in meinem erlernten Beruf arbeite und das von Montag bis Freitag (im Projektmanagement/Marketing ... Muahahahaha). NICHT. Aber der Plan war auch nicht, hier mal zu arbeiten und da mal etwas Geld zu verdienen und keinen festen Job mehr zu haben. Da bin ich so reingerutscht und im Moment sehr zufrieden damit. Denn es passt zu mir, zu uns.

 

Vor etwas über einem Jahr habe ich meine Festanstellung als Marketingleitung geschmissen - für einen Teilzeitjob, bei dem ich mein Tochterkind mitbringen darf und viele kleine und große Tätigkeiten nebenher.  Es war das Ende meiner Elternteilzeit und man wollte gern, dass ich nach zwei Jahren Teilzeit nun in Vollzeit wieder komme. Das wollte ich nicht.

Ich habe diesen Schritt bisher keinen Tag bereut und das, obwohl ich auch diesen Job gern und mit 100 % Energie erledigt habe. Ich war sofort nach meinem Mutterschutz wieder in Teilzeit im Büro. Das war gut so und hier im Haushalt alles vereinbar. Eine Vollzeitstelle ist gerade keine Option. Ich kann mir nicht vorstellen, die Mini morgens um 6:30 abzugeben und um 18:30 wieder abzuholen an 5 Tagen in der Woche. Die Rechnungen müssen trotzdem bezahlt werden.

Dafür jobbe ich hier und da, nehme freie Projekte an, schreibe zu diesem und jenen Thema und stehe im Tresen.

 

Ich habe in letzter Zeit sehr oft gehört, ich müsse Erwachsen werden, dafür hätte man nicht studiert, das sei alles zu unorganisiert und ich müsse an meine Rente denken. - Ich werde es erstmal nicht tun.

 

Denn genau dafür habe ich studiert: Dafür flexibel genug sein zu können und frei zu arbeiten, wenn mir die Projekte zusagen und zu mir passen. Zugegeben, Freelancer haben nun mal kein sonderlich regelmäßiges einkommen ... ich sitze hier auch manchmal bis in die Nacht hinein, weil irgendetwas einfach fertig muss, die Arbeitszeiten als Barkraft nerven manchmal, ich mache es trotzdem ...weil ich es einfach immer noch gerne mache und alle Gastronomieabhängigen wissen auch, dass man schwer wieder davon loskommt. Es macht einfach Spaß und es hat noch einen Vorteil: die Tage gehören mir, der Mini und den Hunden.

 

Die Mini konnte bis zum Kindergarten (3. Geburtstag) in der Familie und von Menschen, die fast dazu gehören, betreut werden. Ich kann selber mit meinen Hunden Gassigehen und muss niemanden dafür zahlen. Die Mini geht mittlerweile 5 Std am Tag in den Kindergarten - manchmal. Ich gehe (meistens) gern und ohne schlechtes Gewissen zur Arbeit und ich stehe jeden Morgen gerne auf. Das ist für mich Luxus. Ich brauche keinen neuen größeren Fernseher. Ich brauche kein neues Auto, solange das alte noch geht und die Rechnungen bezahlt sind, schlafe ich gut und zufrieden.

 

... und die Rente, ach ja die Rente ... wir zahlen am eigenen Haus. Das muss reichen so lange die Mini so klein ist. Sie ist es nur einmal. Ich kann nur einmal mit ihr die Welt entdecken und durch Sand und Wiesen streunern mit diesem neugierigen Kleinkind.

Ich liebe meine Jobs (mal mehr mal weniger). Ich habe genügend Zeit für meine kleine Tochter, für meine Hobbys und meine Haustiere ... ja genau dafür habe ich studiert. Ich mache was mir gerade Spaß macht.

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Wie sehen deutsche Kinder Das Projekt "Stück zum Glück"?

Glückliche Kinderaugen sind etwas tolles ... doch wünschen sich Kinder aus unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Dinge? Für das Projekt "Stück zum Glück" wurden Kinder aus Bangladesch und Deutschland nach ihren Wünschen befragt und das Ergebnis ist meiner Meinung nach wirklich erstaunlich:

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Pflegestellen für Hunde und Katzen

Wir sind ab und an Pflegestelle ... (nur für Hunde, nicht für Katzen). Unser kleiner Gast ist am Freitag ausgezogen. Ich habe ihn nach Nürnberg gebracht, mir sein neues Zuhause, seinen zukünftigen Hundeplatz, sein neues Frauchen und auch seine neue Dobermann-Spielgefährtin angeschaut und ihn dann da gelassen. Als ich im Auto saß, hab ich Rotz und Wasser geheult. Trotzdem würde ich es immer wieder genauso machen:

Wir haben kurzfristig einen halbverhungerten "Dobermann-Mix" in wirklich schlechtem Zustand in Hamburg vom Flughafen abgeholt, weil er dort gestrandet war. Sparky wurde quasi bestellt, aus Malta hier hergeflogen und nicht abgeholt.

Ein Hund in dem Zustand ist oft weder attraktiv für Interessenten, noch ist immer jemand zu finden, der so kurzfristig einspringen kann und ihn dann auch noch für immer übernehmen möchte. Pflegestellen helfen aus, wenn Tierschutzhunde kurzfristig ihre Familie verlassen müssen, bei Privatabgaben durch welche Gründe auch immer oder auch einfach nur, um die Tiere vor ihrer Vermittlung aufzupeppeln und etwas besser einschätzen zu können, welche Familie zu ihnen passt.

In Pflegestellen sitzen die Hunde und auch Katzen erstmal warm und trocken (bei den Samtpfoten sind Pflegestellen genau so wichtig, leider bin ich einfach kein Katzenmensch ... Mietzi und ich leben nebeneinander her, meine große Liebe war ein kleiner frecher Kater, der leider überfahren wurde, seitdem bin ich durch mit dem Thema Katze).

Aus einer Pflegestelle heraus, kann ohne Stress und Druck in ein "Für-immer-Zuhause" vermittelt werden. Bei Sparky (jetzt Amuun) hat das gut geklappt.

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Ein "verletzter" Igel

Wir haben einen Igel im Garten! Das ist eine tolle Nachricht. Wir wohnen mitten auf dem Land. Haben den Garten in einigen Teilen wirklich sehr "naturbelassen" und freuen uns über jeden tierischen Mitbewohner. Die Art und Weise, wie ich unseren kleinen Nachbarn kennen gelernt habe, war allerdings nicht so schön:

Die letzte Gassirunde findet bei uns gewöhnlich nicht mit allen Hunden gemeinsam statt. Nimmt man es genau, findet sie um circa 23:30 Uhr überhaupt nur statt, weil Buster sonst nicht ausschläft. Derzeit habe ich allerdings vier Hunde hier und Sparky, der kleine 4 Monate alte Wurm, muss nachts noch viel öfter raus. Lange Rede kurzer Sinn, wir waren aus dem Rhythmus.

Ich hatte die Terrassentür noch nicht richtig auf. Da sprintet Buster wie ein Irrer auf die Wiese und springt, wie eine jagende Katze auf irgendetwas, dass ich in dem Moment noch gar nicht gesehen habe. Ich ihn sofort zurückgerufen - zu meiner Verwunderung hat das auch sofort geklappt.

Als ich dann los lief, um zu schauen, was dort so spannend war, entdeckte ich einen zusammengerollten Igel. - Mist. Aber Igel rollen sich nun mal zusammen. Ich also beschlossen erstmal alle mit rein zu nehmen und zu warten, ob er sich verkrümelt. Eine halbe Stunde später (eigentlich sollte man etwas länger warten, aber ich war so aufgeregt) bin ich wieder raus. Was soll ich sagen, der Anblick war traurig: der Igel lag seitlich auf der Wiese, atmete schwer und streckte alle Viere von sich. Ach du Sch***.

 

Also bin ich in heller Aufregung und auch etwas hysterisch losgelaufen um irgendetwas zu holen, damit ich ihn erstmal vor Hunden und anderen Tieren sichern kann. Am Ende wurde es eine Pappkiste ... angehoben habe ich ihn mit Hilfe unserer Picknickdecke.

Hysterisch, wie ich war, habe ich Hinz und Kunz durchtelefoniert, keiner konnte mir helfen. Bis ich vom Tierheim an eine Igelmama weitergeleitet wurde. Die war unheimlich besonnen. Erklärte mir, dass das gar nix besonderes sei. Igel manchmal in eine Art Schockstarre verfallen und ich ihn mit Katzennassfutter füttern solle und ihn drin lassen soll bis zum Morgengrauen oder zum nächsten Abend (tagsüber schlafen sie wohl lieber, als ihre Behausung zu suchen).

Er sollte im Normalfall morgens wieder fit sein, wenn nicht, solle ich ihn zum Tierarzt bringen. Gesagt, getan.

Ich eine Kiste fertig gemacht, eine Wärmflasche rein, ein Handtuch drauf, Wasser, Katzenfutter und den Igel. Dann überkam mich schon wieder die Panik ... Igel haben mega viele Flöhe ... irgendwo hatte ich das gelesen. Wohin jetzt also mit ihm.

Die Kiste nach draußen stellen ging nicht. Da war die Katze. In der Unteren Etage laufen die Hunde. Ich entschied mich für's Badezimmer, in die Badewanne, da konnte ich morgens alles schnell reinigen, falls doch ein Floh entwischt.

Nachts war ich noch mal drin und hab gedacht, das war es mit dem Igel ... sein letztes Stündlein hat geschlagen.

Er hat mich eines besseren belehrt. Morgens war das komplette Katzenfutter leer. Er hatte sich selbst auch schon ein, zweimal in die Kiste entleert und war gerade dabei sich zu befreien.

 

Ich hätte so gerne auf die Mini gewartet und ihr den Igel noch gezeigt. Leider hatte ich noch im Ohr, dass ich ihn auf jeden Fall vor Ende der Dämmerung an der Stelle aussetzen sollte, an der ich ihn gefunden habe. (Ja auch wenn Hunde im Garten leben, weil er sich nun mal aus Gründen dazu entschieden hat, den Garten mit den Hunden zu teilen und ich da kein Mitspracherecht habe).

 

Das tat ich dann ... er war kurz verwundert ... hat ein wenig geguckt, was passiert und sich dann ganz schnell verabschiedet Richtung Hecke ... ein tolles Erlebnis und ein netter Gast.

Beim nächsten Mal weiß ich, was zu tun ist. Ihr jetzt übrigens auch.

Wir freuen uns über den Igel im Garten ... der bedeutet auch weniger Schnecken. Ich werde ihm einen Laubhaufen hinterm Zaun machen im Winter ... vielleicht zieht er ja ein.

Sparky muss wieder ausziehen

Wir haben einen Pflegehund. Ich habe in den letzten Tagen viele Nachrichten, Anfragen und Kommentare bekommen, wieso ich ihn nicht behalten will/kann/möchte. "Wenn er doch so toll ist, kann er doch bleiben." etc. - Nein kann er nicht. Aus Gründen:

Sparky ist jung, schon sauber, versteht sich mit allen und jedem und zeigt sich zudem sehr pflegeleicht. Baustellen kann ich keine feststellen. Zudem ist er etwas ganz besonderes: er ist ein blauer Doberman-Mix.

Das ist ein entscheidender Unterschied, zu zum Beispiel Buster (der hier einen Platz auf Lebenszeit gefunden hat, weil ich einfach nicht wollte, dass er zum Wanderpokal wird) Denn Interessenten für Sparky gibt es schon viele. Auch einige, denen ich durchaus zutraue, dass sie Sparky gerecht werden und ihm ein super Leben bereiten.

Trotzdem verstehen viele nicht, wieso ich diesen kleinen Hund, der sich langsam erholt, der so gut hier rein passt und der gerade zur Ruhe kommt, wieder abgeben kann und möchte. Die Antwort ist ganz einfach: ich bin vom ersten Moment an nur die Pflegestelle gewesen. Da muss man auch einen Hund mal wieder abgeben, denn:

  • auch ich habe nicht endlos Zeit, Platz und Geld. Wenn Sparky jetzt bleibt, können wir beim nächsten Notfall dann vielleicht nicht mehr helfen.
  • ich muss meinen eigenen Hunden auch noch gerecht werden. Ich habe drei Dobermänner. Natürlich müssen meine beiden Mädels, die hier unkompliziert mit nebenher laufen, zurückstecken, was Einzel-Gassirunden, Aufmerksamkeit beim Kuscheln oder auch nur das Begleiten bei meinen Ausflügen mit der Mini angeht.
  • neben Job und Kind einem Junghund gerecht zu werden, ist übrigens auch ohne die Gesamtanzahl von vier Dobermännern echt eine Herausforderung.
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Ein Hund ist keine Waschmaschine

Ich war dieses Wochenende so wütend, das glaubt ihr nicht. Wir haben mal wieder ein Familiemitglied auf Zeit. Ungeplant. Einer mehr, als hier eigentlich Plätze zur Verfügung stehen. Ich wurde mehrmals für völlig bekloppt erklärt. Dabei ist das nicht meine Schuld gewesen. Sondern die von *** Menschen. Mittlerweile drehen die ersten Pipidecken ihre Runden in der Waschmaschine, Sparki ist gebadet, schläft und ich beruhige mich langsam. Ich will trotzdem mal berichten, wie es uns an diesem Wochenende ergangen ist.

Die Kurzfassung: Dobermann-Fans und die zugehörigen Tierschützer und Vereine sind untereinander gut vernetzt. Irgendwann kam ein Aufruf, ob jemand aus dem Norden kommt ... "Ja ich." Ein Hundetransport nach Hamburg war angesagt und am Ende kam keiner um zwei der Hunde abzuholen. Es wurde kurzfristig abgesagt.

OK, kennt man sich nicht aus, dann könnte man meinen, man hat ein Widerrufsrecht und was rege ich mich so auf. Deswegen möchte ich das heute mal aus meiner Sicht schreiben.

Man kann jetzt für oder gegen Tiervermittlungen aus dem Ausland sein. Fakt ist aber: Wird ein Hund durch eine Tierschutzorganisation im Ausland "reserviert", dann wird er ausreisefertig gemacht. Das bedeutet, er wird geimpft, tierärztlich gecheckt ... Titer genommen um Antikörper zu bestimmen und beim Vet-Amt gemeldet (alle, die es genauer wissen und berichten wollen, dürfen gerne kommentierten).

Interessiert man sich von Deutschland aus für das Tier, füllt man einen Bewerbungsbogen aus, jemand kommt vorbei und schaut, ob der Haushalt zum Hund passt und ob die Angaben im Bewerbungsbogen stimmen (Nennt sich Vorkontrolle, das passiert ehrenamtlich, in der Freizeit eines Menschen, der auch ein eigenes Leben hat). Während der ganzen Zeit, hat man Zeit sich gut zu überlegen, ob man den Hund oder die Katze wirklich will. Nach der Vorkontrolle wird noch einmal gefragt. Auch dann kann noch wieder abgesagt werden. Denn dieser Besuch ist dazu da, um auf eventuelle Probleme hinzuweisen und diese zu besprechen. Manchmal fällt dann auf, dass es einfach nicht passt. Das ist völlig OK.

 

ABER: Dann werden Flüge (das kostet Geld) und Termine beim Vetamt gemacht (das kostet auch Geld) gebucht. Es werden Fahrketten gebildet und die Reise wird organisiert. Die Hunde treten diese Reise oft schon eine ganze Weile vor Abholung an. Manchmal übernachten sie noch in einem befreundeten Tierheim, um morgens näher am Flughafen zu sein. All' das bedeutet Stress für die Tiere, für die beteiligten Menschen. Den nehmen sie auf sich, damit die Hunde und Katzen und Leguane und was weiß ich ... in ein besseres Leben Reisen. In dem Moment ist ein Stein ins Rollen gekommen, der nicht mehr oder nur schwer aufzuhalten ist.

 

Es kam, wie es kommen musste. Sparkis zukünftige Familie und die seines Kumpels sagten kurzfristig ab und die beiden wären nach einer sehr abenteuerlichen Reise quasi in Hamburg gestrandet.

 

Ich habe an diesem Wochenende wirklich mit Hinz und Kunz telefoniert. Jeder der mir irgendwie in den Sinn kam und mir verantwortungsvoll genug erschien (vielleicht sogar schon einmal Pflegestelle war), wurde angeschrieben. Ergebnis war, das alle Stellen voll belegt sind. Die meisten mit zwei oder drei Hunden mehr, als jemals geplant. Ich übrigens auch ... wir haben mal angefangen mit Jill und jeweils einem Pflegeplatz ... die einen haben schon 7 Hunde, die anderen gerade eine dreibeinige Hündin mit Leishmaniose aufgenommen. Viele gehen neben dem ganzen Kram noch arbeiten. Fazit kein Platz für Sparki.

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Wochenendfamilie

Der Waupapa arbeitet derzeit am anderen Ende von Deutschland. Ich habe ja schon einmal kurz berichtet. Wir sind von Sonntagmittag bis Freitagnacht allein zu Haus. "Wochenendbeziehung" kennen wir schon aus der Zeit vor Mini. Allein zu sein für 24/48 Std. kennen wir schon immer und das ist seit Minis Geburt hier auch immer so gewesen. Die Entscheidung war bewusst und jammern ist nun nicht. Trotzdem will ich mal von unserer "Langzeiterfahrung" berichten, wie es so läuft hier "ohne Mann im Haus".

Der Alltag läuft, keiner verhungert, alle kommen regelmäßig an die frische Luft, sind einigermaßen sauber (so sauber ein Kleinkind und Haustiere halt sind) und die Wohnung kann man auch noch betreten ... daran hatte wohl auch keiner Zweifel, aber es gibt ein paar kleine, aber feine Unterschiede im Familienleben:

  • In der Woche läuft hier auch im Grunde alles weiter wie gehabt. Ich organisiere mich so gut es geht und versuche allen gerecht zu werden. Das funktioniert mit einem gut organisierten Tagesablauf, einigen Tricks und Kniffen (besonders die Hunde betreffend) und einem toleranten und sehr flexiblen Freundes/Familienkreis eigentlich ganz gut.
  • Ich wachse an meinen Aufgaben: kein Scherz, das größte Problem sind Spinnen. Was ich hier schon eingefangen und nach draußen verfrachtet habe ist unglaublich. Man will ja auch nicht, dass die Mini meine völlig irrationale Hysterie diesen Tieren gegenüber miterlebt, lernt und abguckt.
  • Auch mit 'nem Nagel, der in die Wand muss oder irgendwelchen Sachen, die getragen werden müssen, kann ich nicht immer bis zum Wochenende warten. Ich hab die Tage auch das erste Mal einen Rasentrimmer bedient. An den Wochenenden ist meist keine Zeit dafür.
  • Denn die Wochenenden sind echt so vollgequetscht und vollgepresst wie nie zuvor. Wenn der Waupapa schon mal da ist, dann soll auch etwas geschafft werden. Hecke schneiden, Freunde zum Brunch, die Pflegejungs zum Mittagessen, ein Ausflug zur Oma, Flohmarkttermine, ich will zwischendrin noch mit dem Hund aufs Wasser, Hundeschule, Gassi, ... (nach unseren normalen Wochenende bräuchten andere wohl drei Wochen Urlaub.)
  • Wir leben auf Taschen: das nervt manchmal richtig. Denn die Wäsche wird hier nur noch am Wochenende erledigt, wenn der Waupapa hier ist. Damit ich seinen Krams auch mit waschen kann. Die Maschine läuft also im Grunde den kompletten Samstag hindurch.
  • Und noch etwas, mit dem ich nicht gerechnet hätte, hat sich verändert: ich bin noch viel länger wach als sonst. Ganz freiwillig ohne Aufgabe. Ich komme selten vor eins ins Bett. Eigentlich mache ich in der Zeit auch nichts ... ich genieße es, dass alle im Haus schlafen und keiner etwas will. Die Hunde liegen, die Katze streunert noch oder liegt irgendwo im Haus, die Mini schlummelt auch ... ich kann Musik hören, durch die Wohnung tanzen, lesen oder einfach fernsehen. Traumhaft. Ich liebe diese Abende für mich.
  • "Abende für die Beziehung" sind tatsächlich sehr rar. Meist beschränken die sich auf den Samstag, wenn die Mini dann im Bett ist. Denn das schlechte Gewissen, die Mini an den Wochenenden zu Oma und Opa zu schicken, ist groß. Feiern waren wir trotzdem schon. Kino ist geplant. Denn das muss einfach auch mal sein ;)
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