I ♡ Dobermänner

Hier im Haus leben Jill (Dobermann-Mix - 8 Jahre) und Emma (Dobermann - 1,5 Jahre). Wer die Rasse kennt, der weiß annähernd, wie viel Platz, Zeit und Liebe diese Hunde beanspruchen. Mit kleinen Tricks fügen die Damen sich super in unseren Alltag ein - meistens. ;)

Nach und nach werde ich hier versuchen das ein oder andere Mal aus dem Nähkästchen zu plaudern, zu zeigen, wie wir unsere Doberfrauen beschäftigen und natürlich viele Bilder der wunderschönen Damen veröffentlichen ...


"Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur." Kurt Tucholsky (1890 - 1935)


Pflegestellen für Hunde und Katzen

Wir sind ab und an Pflegestelle ... (nur für Hunde, nicht für Katzen). Unser kleiner Gast ist am Freitag ausgezogen. Ich habe ihn nach Nürnberg gebracht, mir sein neues Zuhause, seinen zukünftigen Hundeplatz, sein neues Frauchen und auch seine neue Dobermann-Spielgefährtin angeschaut und ihn dann da gelassen. Als ich im Auto saß, hab ich Rotz und Wasser geheult. Trotzdem würde ich es immer wieder genauso machen:

Wir haben kurzfristig einen halbverhungerten "Dobermann-Mix" in wirklich schlechtem Zustand in Hamburg vom Flughafen abgeholt, weil er dort gestrandet war. Sparky wurde quasi bestellt, aus Malta hier hergeflogen und nicht abgeholt.

Ein Hund in dem Zustand ist oft weder attraktiv für Interessenten, noch ist immer jemand zu finden, der so kurzfristig einspringen kann und ihn dann auch noch für immer übernehmen möchte. Pflegestellen helfen aus, wenn Tierschutzhunde kurzfristig ihre Familie verlassen müssen, bei Privatabgaben durch welche Gründe auch immer oder auch einfach nur, um die Tiere vor ihrer Vermittlung aufzupeppeln und etwas besser einschätzen zu können, welche Familie zu ihnen passt.

In Pflegestellen sitzen die Hunde und auch Katzen erstmal warm und trocken (bei den Samtpfoten sind Pflegestellen genau so wichtig, leider bin ich einfach kein Katzenmensch ... Mietzi und ich leben nebeneinander her, meine große Liebe war ein kleiner frecher Kater, der leider überfahren wurde, seitdem bin ich durch mit dem Thema Katze).

Aus einer Pflegestelle heraus, kann ohne Stress und Druck in ein "Für-immer-Zuhause" vermittelt werden. Bei Sparky (jetzt Amuun) hat das gut geklappt.

Denn ein paar Tierarztbesuche und etwas Liebe später ist aus dem ängstlichen, zotteligen Bündel Hund ein süßer Junghund geworden, der einigermaßen an der Leine läuft, weiß, dass man sein Geschäft draußen verrichtet und ausgeschlafen und satt in sich selbst ruht.

Ziel war es nun, eine neue Familie zu finden. Das ist nicht immer einfach. Je nachdem zu welchem Tierschutzverein der Hund gehört, kann das auch gut und gerne mal zu einer Farce werden. Ich mache das nun schon lang genug und bin selbstbewusst genug um auch mal nein zu sagen. Deshalb auch die Anzeige (Danke fürs liken und teilen, das war der Schlüssel zum Erfolg).

Hier werden Interessenten rigoros aussortiert: nein, ich vermittele keinen Dobermann in Draußenhaltung ohne Familienanschluss um einen Schrottplatz zu bewachen. Ich vermittle auch keinen Hund an jemanden, der ihn haben will, seiner Farbe oder seines Erscheinungsbildes wegen und ich vermittele auch nicht an schwangere alleinstehende Frauen (denn das kann durchaus gut gehen, muss es aber nicht und ich pokere nicht mit meinen Hunden).

Ob ein Haus und ein Garten vorhanden ist, ist mir wiederum völlig egal. Auch ich habe mit Jill auf 18 qm inkl Bad und Küche gelebt zeitweise. Sie war halt immer mit, ich würde behaupten, dass es ihr nicht geschadet hat. Bei einigen Hunden kommen noch Bedingungen hinzu, die einfach auf die individuellen Charaktereigenschaften des Hundes eingehen. Sparky hat sich vom ersten Moment an mehr an unseren Hunden, als an mir orientiert. Also fiel irgendwann die Entscheidung, dass er nicht in Einzelhaltung abgegeben wird, denn das würde ihn wahrscheinlich nicht glücklich machen und die neuen Halter hätten es gerade draußen viel schwerer, als mit einem zweiten Hund (Da war er wirklich anfangs sehr unsicher und hat sich ständig hingelegt und in Hecken und Ecken verkrochen. Hier hat es geholfen Emma mitzunehmen, von der er sich viel abgeschaut hat). Wir haben Sparkys neues Frauchen und auch gleich noch eine Doberfreundin dazu gefunden und ich habe ihn am Freitag hingebracht.

Natürlich fällt es nicht leicht, einen Hund, der sich hier eingelebt hat und sich super entwickelt wieder abzugeben. ABER: ich kann sie nicht alle behalten (wirklich nicht :P) und ich möchte auch noch Platz für weitere Notfälle haben.

Ja irgendwann wird die Zeit kommen, in der ich hier fünf Dobis halten kann, so wie ich es mir immer vorgestellt habe. Gerade sind zwei Junghunde inkl. Buster und seinen Baustellen neben Kind und Job einfach zu viel.

Nachdem ich mich persönlich davon überzeugt hatte, das perfekte Zuhause für den kleinen Wurm gefunden zu haben, habe ich ihn also da gelassen und ja ... es sind Tränen geflossen (auf den ersten 100 Kilometern Heimweg sogar sehr viele). Aber ich bin nach den ersten Tagen noch viel überzeugter davon, dass es richtig war, als in dem Moment, als ich gefahren bin. Hier bei uns ist wieder etwas mehr Ruhe und Luft für meine eigenen Hunde. Sparky (Amuun) bekommt einen 24/7 Rundum-Verwöhn-Service, den ich ihm hier als 4. Hund nicht hätte bieten können und: ich habe wieder einen Notfallplatz (wir gönnen uns allerdings eben eine Atempause).

Pflegestelle sein heißt:

  • im Notfall einspringen
  • wissen, dass man den Hund oder die Katze auch wieder abgibt (das muss übrigens gar nicht sein, einige entscheiden sich auch dafür, den Pflegetieren ein "Für-immer-Zuhause" zu bieten. Auch das geht)
  • den Tieren zu einem guten Start in ein neues Leben verhelfen
  • Einschätzen und die ersten kleinen Erziehungs- und Gewöhnungsaufgaben für einen besseren Alltag im Leben des Hundes zu starten

Pflegehunde (gerade aus dem Ausland oder von Beschlagnahmungen etc) sind meist erstmal ein Überraschungsei, außer sie kommen direkt aus einer Familie, die man befragen kann. Für Glück und Unglück der Pflegefamilien selbst, ist im Grunde zu großen Teilen der zuständige Verein tragend verantwortlich. Auch ich habe hier schon geflucht und gewettert. Aber im Grunde sind es meist die gleichen Rahmenbedingungen: die Kosten für Futter trägt die Pflegefamilie, Tierarztkosten trägt bei Tierarztbesuchen nach Absprache oder bei Notfällen der Verein. Es finden Besuche von Interessenten statt, manchmal telefoniert man auch mit ihnen, um den Hund/die Katze etwas besser zu beschreiben und irgendwann zieht das Pflegetier aus, um sein Glück in seiner ganz eigenen Familie zu suchen. Bei der Auswahl des Vereins, sollte man sich auf Erfahrungen anderer (entweder aus dem Netz oder am besten persönlich) verlassen und sich auch mal durchsetzen, wenn Dinge passieren, die für einen selber gar nicht gehen (für mich waren das die Nuckelfotos bei ebay-Kleinanzeigen in Verbindung mit der Vermittlung eines Dobermanns. Da hab ich angefangen die Sache selber in die Hand zu nehmen). Allerdings geht sowas nur in Absprache mit dem Verein, denn der Hund gehört nicht der Pflegefamilie, das darf man nie vergessen.

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Ein "verletzter" Igel

Wir haben einen Igel im Garten! Das ist eine tolle Nachricht. Wir wohnen mitten auf dem Land. Haben den Garten in einigen Teilen wirklich sehr "naturbelassen" und freuen uns über jeden tierischen Mitbewohner. Die Art und Weise, wie ich unseren kleinen Nachbarn kennen gelernt habe, war allerdings nicht so schön:

Die letzte Gassirunde findet bei uns gewöhnlich nicht mit allen Hunden gemeinsam statt. Nimmt man es genau, findet sie um circa 23:30 Uhr überhaupt nur statt, weil Buster sonst nicht ausschläft. Derzeit habe ich allerdings vier Hunde hier und Sparky, der kleine 4 Monate alte Wurm, muss nachts noch viel öfter raus. Lange Rede kurzer Sinn, wir waren aus dem Rhythmus.

Ich hatte die Terrassentür noch nicht richtig auf. Da sprintet Buster wie ein Irrer auf die Wiese und springt, wie eine jagende Katze auf irgendetwas, dass ich in dem Moment noch gar nicht gesehen habe. Ich ihn sofort zurückgerufen - zu meiner Verwunderung hat das auch sofort geklappt.

Als ich dann los lief, um zu schauen, was dort so spannend war, entdeckte ich einen zusammengerollten Igel. - Mist. Aber Igel rollen sich nun mal zusammen. Ich also beschlossen erstmal alle mit rein zu nehmen und zu warten, ob er sich verkrümelt. Eine halbe Stunde später (eigentlich sollte man etwas länger warten, aber ich war so aufgeregt) bin ich wieder raus. Was soll ich sagen, der Anblick war traurig: der Igel lag seitlich auf der Wiese, atmete schwer und streckte alle Viere von sich. Ach du Sch***.

 

Also bin ich in heller Aufregung und auch etwas hysterisch losgelaufen um irgendetwas zu holen, damit ich ihn erstmal vor Hunden und anderen Tieren sichern kann. Am Ende wurde es eine Pappkiste ... angehoben habe ich ihn mit Hilfe unserer Picknickdecke.

Hysterisch, wie ich war, habe ich Hinz und Kunz durchtelefoniert, keiner konnte mir helfen. Bis ich vom Tierheim an eine Igelmama weitergeleitet wurde. Die war unheimlich besonnen. Erklärte mir, dass das gar nix besonderes sei. Igel manchmal in eine Art Schockstarre verfallen und ich ihn mit Katzennassfutter füttern solle und ihn drin lassen soll bis zum Morgengrauen oder zum nächsten Abend (tagsüber schlafen sie wohl lieber, als ihre Behausung zu suchen).

Er sollte im Normalfall morgens wieder fit sein, wenn nicht, solle ich ihn zum Tierarzt bringen. Gesagt, getan.

Ich eine Kiste fertig gemacht, eine Wärmflasche rein, ein Handtuch drauf, Wasser, Katzenfutter und den Igel. Dann überkam mich schon wieder die Panik ... Igel haben mega viele Flöhe ... irgendwo hatte ich das gelesen. Wohin jetzt also mit ihm.

Die Kiste nach draußen stellen ging nicht. Da war die Katze. In der Unteren Etage laufen die Hunde. Ich entschied mich für's Badezimmer, in die Badewanne, da konnte ich morgens alles schnell reinigen, falls doch ein Floh entwischt.

Nachts war ich noch mal drin und hab gedacht, das war es mit dem Igel ... sein letztes Stündlein hat geschlagen.

Er hat mich eines besseren belehrt. Morgens war das komplette Katzenfutter leer. Er hatte sich selbst auch schon ein, zweimal in die Kiste entleert und war gerade dabei sich zu befreien.

 

Ich hätte so gerne auf die Mini gewartet und ihr den Igel noch gezeigt. Leider hatte ich noch im Ohr, dass ich ihn auf jeden Fall vor Ende der Dämmerung an der Stelle aussetzen sollte, an der ich ihn gefunden habe. (Ja auch wenn Hunde im Garten leben, weil er sich nun mal aus Gründen dazu entschieden hat, den Garten mit den Hunden zu teilen und ich da kein Mitspracherecht habe).

 

Das tat ich dann ... er war kurz verwundert ... hat ein wenig geguckt, was passiert und sich dann ganz schnell verabschiedet Richtung Hecke ... ein tolles Erlebnis und ein netter Gast.

Beim nächsten Mal weiß ich, was zu tun ist. Ihr jetzt übrigens auch.

Wir freuen uns über den Igel im Garten ... der bedeutet auch weniger Schnecken. Ich werde ihm einen Laubhaufen hinterm Zaun machen im Winter ... vielleicht zieht er ja ein.

Sparky muss wieder ausziehen

Wir haben einen Pflegehund. Ich habe in den letzten Tagen viele Nachrichten, Anfragen und Kommentare bekommen, wieso ich ihn nicht behalten will/kann/möchte. "Wenn er doch so toll ist, kann er doch bleiben." etc. - Nein kann er nicht. Aus Gründen:

Sparky ist jung, schon sauber, versteht sich mit allen und jedem und zeigt sich zudem sehr pflegeleicht. Baustellen kann ich keine feststellen. Zudem ist er etwas ganz besonderes: er ist ein blauer Doberman-Mix.

Das ist ein entscheidender Unterschied, zu zum Beispiel Buster (der hier einen Platz auf Lebenszeit gefunden hat, weil ich einfach nicht wollte, dass er zum Wanderpokal wird) Denn Interessenten für Sparky gibt es schon viele. Auch einige, denen ich durchaus zutraue, dass sie Sparky gerecht werden und ihm ein super Leben bereiten.

Trotzdem verstehen viele nicht, wieso ich diesen kleinen Hund, der sich langsam erholt, der so gut hier rein passt und der gerade zur Ruhe kommt, wieder abgeben kann und möchte. Die Antwort ist ganz einfach: ich bin vom ersten Moment an nur die Pflegestelle gewesen. Da muss man auch einen Hund mal wieder abgeben, denn:

  • auch ich habe nicht endlos Zeit, Platz und Geld. Wenn Sparky jetzt bleibt, können wir beim nächsten Notfall dann vielleicht nicht mehr helfen.
  • ich muss meinen eigenen Hunden auch noch gerecht werden. Ich habe drei Dobermänner. Natürlich müssen meine beiden Mädels, die hier unkompliziert mit nebenher laufen, zurückstecken, was Einzel-Gassirunden, Aufmerksamkeit beim Kuscheln oder auch nur das Begleiten bei meinen Ausflügen mit der Mini angeht.
  • neben Job und Kind einem Junghund gerecht zu werden, ist übrigens auch ohne die Gesamtanzahl von vier Dobermännern echt eine Herausforderung.

Alle kann ich leider nicht behalten. Geplant ist langfristig, dass wir zwei Seniorenstellen, eine Pflegestelle und meine zwei eigenen Hunde zum "Arbeiten" haben. Das hilft in Notfällen, funktioniert aber nur, wenn ich Notfälle auch wieder abgeben kann.

 

Ein Zuhause auf Lebenszeit hat Sparky auf die Schnelle nicht gleich gefunden. Deshalb darf Sparky sich hier jetzt erholen und wird auch schon das ein oder andere Lernen, was im Leben als Familienhund ganz nützlich ist. Wir werden ganz in Ruhe und auf gar keinen Fall überstürzt ein Zuhause für ihn suchen (die Entscheidung, welches es wird, liegt Gott sei Dank nicht bei mir, sondern beim zuständigen Verein, den Kontakt stelle ich gerne her - mitsprechen werde ich sicherlich trotzdem ein wenig :P).

Aber er wird wieder ausziehen. Dann werde ich ihn eine ganze Weile nicht sehen dürfen. Ja das wird weh tun. Wenn ich Glück habe, hält uns die neue Familie auf dem Laufenden. Wenn nicht, muss ich auch damit leben. Denn wichtig ist uns für Sparky nur, dass er eine Familie findet, die ihm ein tolles Hundeleben bis zum letzten Atemzug bietet. Ihn hier zu behalten, wäre nicht fair für alle Beteiligten und auch nicht im Sinne der Sache.

Ein Hund ist keine Waschmaschine

Ich war dieses Wochenende so wütend, das glaubt ihr nicht. Wir haben mal wieder ein Familiemitglied auf Zeit. Ungeplant. Einer mehr, als hier eigentlich Plätze zur Verfügung stehen. Ich wurde mehrmals für völlig bekloppt erklärt. Dabei ist das nicht meine Schuld gewesen. Sondern die von *** Menschen. Mittlerweile drehen die ersten Pipidecken ihre Runden in der Waschmaschine, Sparki ist gebadet, schläft und ich beruhige mich langsam. Ich will trotzdem mal berichten, wie es uns an diesem Wochenende ergangen ist.

Die Kurzfassung: Dobermann-Fans und die zugehörigen Tierschützer und Vereine sind untereinander gut vernetzt. Irgendwann kam ein Aufruf, ob jemand aus dem Norden kommt ... "Ja ich." Ein Hundetransport nach Hamburg war angesagt und am Ende kam keiner um zwei der Hunde abzuholen. Es wurde kurzfristig abgesagt.

OK, kennt man sich nicht aus, dann könnte man meinen, man hat ein Widerrufsrecht und was rege ich mich so auf. Deswegen möchte ich das heute mal aus meiner Sicht schreiben.

Man kann jetzt für oder gegen Tiervermittlungen aus dem Ausland sein. Fakt ist aber: Wird ein Hund durch eine Tierschutzorganisation im Ausland "reserviert", dann wird er ausreisefertig gemacht. Das bedeutet, er wird geimpft, tierärztlich gecheckt ... Titer genommen um Antikörper zu bestimmen und beim Vet-Amt gemeldet (alle, die es genauer wissen und berichten wollen, dürfen gerne kommentierten).

Interessiert man sich von Deutschland aus für das Tier, füllt man einen Bewerbungsbogen aus, jemand kommt vorbei und schaut, ob der Haushalt zum Hund passt und ob die Angaben im Bewerbungsbogen stimmen (Nennt sich Vorkontrolle, das passiert ehrenamtlich, in der Freizeit eines Menschen, der auch ein eigenes Leben hat). Während der ganzen Zeit, hat man Zeit sich gut zu überlegen, ob man den Hund oder die Katze wirklich will. Nach der Vorkontrolle wird noch einmal gefragt. Auch dann kann noch wieder abgesagt werden. Denn dieser Besuch ist dazu da, um auf eventuelle Probleme hinzuweisen und diese zu besprechen. Manchmal fällt dann auf, dass es einfach nicht passt. Das ist völlig OK.

 

ABER: Dann werden Flüge (das kostet Geld) und Termine beim Vetamt gemacht (das kostet auch Geld) gebucht. Es werden Fahrketten gebildet und die Reise wird organisiert. Die Hunde treten diese Reise oft schon eine ganze Weile vor Abholung an. Manchmal übernachten sie noch in einem befreundeten Tierheim, um morgens näher am Flughafen zu sein. All' das bedeutet Stress für die Tiere, für die beteiligten Menschen. Den nehmen sie auf sich, damit die Hunde und Katzen und Leguane und was weiß ich ... in ein besseres Leben Reisen. In dem Moment ist ein Stein ins Rollen gekommen, der nicht mehr oder nur schwer aufzuhalten ist.

 

Es kam, wie es kommen musste. Sparkis zukünftige Familie und die seines Kumpels sagten kurzfristig ab und die beiden wären nach einer sehr abenteuerlichen Reise quasi in Hamburg gestrandet.

 

Ich habe an diesem Wochenende wirklich mit Hinz und Kunz telefoniert. Jeder der mir irgendwie in den Sinn kam und mir verantwortungsvoll genug erschien (vielleicht sogar schon einmal Pflegestelle war), wurde angeschrieben. Ergebnis war, das alle Stellen voll belegt sind. Die meisten mit zwei oder drei Hunden mehr, als jemals geplant. Ich übrigens auch ... wir haben mal angefangen mit Jill und jeweils einem Pflegeplatz ... die einen haben schon 7 Hunde, die anderen gerade eine dreibeinige Hündin mit Leishmaniose aufgenommen. Viele gehen neben dem ganzen Kram noch arbeiten. Fazit kein Platz für Sparki.

Lange Rede kurzer Sinn: Obwohl Sparki Interessenten hat, war es unmöglich, die noch vorzukontrollieren schnell am Wochenende. Am Ende bin ich selber losgefahren. Das ist hier nur möglich, weil ich ein unglaublich gutes Netzwerk habe. Die Hundeschule hat wie wild Decken gesammelt und einen Korb und eine Matratze zum Liegen. Ein Geschirr besorgt, ein Halsband und Futter. Ich brauchte jemanden, der mit mir fährt, denn so ein Ritt von Ostfriesland nach Hamburg ist halt auch nicht mal eben gemacht mit einem Kleinkind. Die Oma hat das Kind spontan genommen. Das alles wurde organisiert innerhalb von etwas mehr als 24 Std.

 

Was ich euch sagen will: wir sind auch nur Menschen und ein Hund ist nun mal keine Waschmaschine, die man eben kurzfristig abbestellen kann.

 

Denn es geht ja weiter: ich bin nicht vorbereitet auf einen vierten Hund, einen Junghund. Ich habe einen Job, ich habe keinen Urlaub genommen, um ihn hier einzugewöhnen oder zum Tierarzt zu fahren, denn ich hatte keinen Hund geplant. Das müssen jetzt meine Arbeitskollegen puffern. Ach und der Waupapa ... der atmet auch regelmäßig seeeeehr tief durch ... tragt das Ganze sowohl finanziell, als auch nervlich aber immer geduldig mit (Ich liebe dich) Alles in allem: Ich habe es heute echt satt.

 

Das doofe nur: der Hund kann nichts dafür. Der wurde übrigens von meinem "Rudel" hier traumhaft aufgenommen (ich bin auch ein wenig erleichtert und stolz). Trotzdem wird er nicht bleiben. Sparki darf jetzt hier eben durchatmen und etwas zunehmen, wird tierärztlich gecheckt und sucht dann eine Familie. Drückt uns die Daumen und teilt bitte fleißig, wenn es soweit ist.

Fahrradanhänger für Hunde - eine sichere Beförderung

Ein Gastbeitrag

Gastbeiträge sind toll ... für mich und auch für euch. Denn im Grunde sorgen sie immer für eine grandiose Horizonterweiterung: Patrick von www.fahrradanhaenger-hunde.de verrät heute, wozu Fahrradanhänger für Hunde gut sind und wie Hund und Herrchen bzw. Frauchen den richtigen Fahrradanhänger finden.


Gute Organisation ist das Schlüsselwort für viele Hundebesitzer, die einen Ausflug, Urlaub oder eine Fahrradtour planen. Fährt man mit dem eigenen Fahrzeug, ist es ziemlich bequem und unkompliziert für den kleinen Vierbeiner als auch für seinen Besitzer. Wenn allerdings die Rede von einer Radtour ist, die dazu noch länger dauern soll, kann es schon zu einer kniffligen Situation kommen.

 

Auf der einen Seite kann man den Hund nicht für längere Zeit alleine zuhause lassen und der Ausflug mit dem Fahrrad ins Grüne, wäre eine gute und gesunde Abwechslung für das Tier. Auf der anderen Seite, sollte es sich um längere Fahrradtouren handeln, können viele Hunde die gesamte Strecke nicht mit Schritt halten.

Damit sich der Hund so richtig austoben darf und die Radtour nachdem er erschöpft und müde ist weitergehen kann, empfiehlt sich die Nutzung eines Fahrradanhängers für Hunde. Auf diese Weise genießt der Vierbeiner die gesamte Fahrradtour und auch der Hundebesitzer kann sich entspannen.

Ein Hundefahrradanhänger ist ebenso eine gute Wahl für einige Hunderassen, die kein langes und schnelles Laufen vertragen, oder für ältere Tiere die ein Gesundheitsproblem haben. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Umstände, bei denen der Einsatz eine gute Sache ist, wie zum Beispiel bei schlechtem Wetter oder Verkehr innerhalb der Stadt. Der Anhänger bietet Schutz vor Sonne an warmen Tagen und vor Regen und Wind bei unangenehmer Witterung. Darüber hinaus ist der Transport deutlich sicherer als das Radfahren mit Hund an der Leine.

Wie genau ist ein Hundeanhänger aufgebaut?

Ein Fahrradanhänger für Hunde sieht von außen wie ein Anhänger für Kinder aus, ist jedoch innerlich anders aufgebaut und dem Hund vollkommen angepasst. Er besteht im Großen und Ganzen aus folgenden Teilen:

  • Stahl oder Aluminiumrahmen
  • Kabine
  • Sicherungsleine
  • Bodenwanne
  • Deichsel (Verbindungsstange)
  • Räder
  • Einstieg(e)
  • Reflektoren

Der Rahmen und die Bodenwanne werden meistens aus stabilem Stahl- oder Aluminium angefertigt und sorgen für Sicherheit, sogar bei kräftigen Stößen. Aus Sicherheitsgründen gibt es noch Befestigungsvorrichtungen und feste Matten, damit der Hund nicht aus dem Fahrradanhänger springen kann. Diese sind zum Reinigen ganz leicht herausnehmbar.

Vorne und hinten gibt es zwei Einstiege. Seitlich haben die meisten Anhänger für Hunde Fenster mit Fliegengitter, sodass der Hund genügend frische Luft bekommt, heraussehen kann und dennoch vor Insekten geschützt ist. Viele Anhänger sind ebenfalls mit einem resistenten Verdeck ausgestattet, das vor Regen, Sonne und Wind schützt.

Grundsätzlich haben alle Hundefahrradanhänger eine gute Signalwirkung in Form von reflektierenden Streifen, Reflektoren an den Speichen und einem Wimpel am Heck, sodass der Anhänger auch bei Dunkelheit und Nebel gut sichtbar ist.

Die Befestigung ist ganz einfach. Einige Modelle befestigt man am Gepäckträger des Fahrrads, während Andere mit einer Kupplung an das hintere Rad verbunden werden. Die Kupplung ist die bessere und sichere Wahl der Befestigung, da der Fahrradanhänger zusätzlich noch über eine Sicherheitsleine mit der Kupplung verbunden wird. Sollte sich überraschenderweise die Kupplung lösen, bleibt der Anhänger trotzdem mit dem Rad verbunden.

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Wir waren bei Anita Balser

Alleine trotz Leine

Ja unser kleines Leinenproblem: Buster ist ein Zuhause-Hund. Da läuft das. Sind wir unterwegs ist er oft mega aufgeregt, zerrt mich nur noch hinterher und dann werde/bin auch ich zu hektisch ... wir hatten schon ein paar Zwischenfälle mit anderen Hunden, mittlerweile hab ich die Hose halt auch voll und traue ihm nicht mehr. Tschack, da ist die Baustelle. Ich muss zugeben, Anita Balser sagte mir bis vor zwei, drei Monaten nicht viel. Wer sich aber mit dem Thema Leinenführigkeit und Leinen"aggression" auseinandersetzt, der stolpert früher oder später über ihren Namen. Wir haben heute an einem ihrer Seminare teilgenommen.

Die HTS - Theorie

Nachdem ich mit Buster eine wirkliche Glanzleistung, meiner Inkompetenz den Hund zu führen, an den Tag gelegt hatte ... ich war aufgeregt. Der Hund hat sich auch noch des Maulkorbs entledigt. Gab es eine Pause für den Hund - für mich die Theorie. Die ist sehr vielversprechend. Es gibt ein Ampelsystem (ohne Strafe) und man holt den Hund in verschiedenen Energieleveln ab, damit es erst gar nicht so weit kommt, dass es zwischen den Hunden knallt.


Die Praxis

Die Praxis war ein Kulturschock. Das kann daran liegen, dass ich echt sehr weichgespült bin. Hier gibt es im Normalfall keine körperliche Maßregelung. - Zugegeben, mir platzt auch mal die Krawatte und ich schmeiße ne Packung Taschentücher, aber das verbuche ich eher als einen meiner Fehler. Heute habe ich Buster sehr oft gestoppt in seinen Bewegungen, ihn zur Seite geschoben oder mit dem Knie weggedrückt ...


Unser Fazit:

Wir haben auf dem Heimweg noch etwas darüber diskutiert. Das tatsächlich auch sehr kontrovers, denn ich musste feststellen, dass die Methode zu schnellen Erfolgen führt und meinem Hund wirklich Stress nimmt. (siehe Bild) Trotzdem ist das nicht unser Weg. Denn das bin ich einfach nicht. Ich werde in jedem Fall versuchen einige Dinge aus der Schulung zu übernehmen. Ein paar andere Dinge sind einfach nichts für uns ...


Bei der Diskussion musste ich auch zugeben, dass ich mir von jedem Hundetrainer ein bisschen abgeschaut habe bisher. (Ja, auch von sehr umstrittenen, wie dem Herrn Milan) Ich "werfe mit Wattebällchen", locke mit Leckerlies und setze auf Vertrauen ... . Bei zwei von drei Hunden hat das sehr gut funktioniert. Jeder, der die beiden kennt, wird das bestätigen können. ;)

Bei No. III bis zu einem gewissen Grad auch ... Buster hat sich zu Hause sehr gut entwickelt. Draußen mit Ablenkung von anderen Hunden ist er teilweise eine Katastrophe. Ich muss auch einsehen, dass das heute bei Durchgang zwei und drei durchaus besser war. Aber bei jeder Korrektur des Hundes, blutete mir das Hunde-Mamaherz. Auf dem Heimweg habe ich beschlossen, dass ich das Problem so nicht angehen möchte.

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Hunde im Einzeltraining

Hunde im Einzeltraining

Heute widme ich mich mal der Frage, wieso ich am Wochenende sehr oft nur einen Hund dabei habe. Zum einen ist es bequemer, zum anderen, macht es mir das Arbeiten mit den Hunden auch einfacher:

Natürlich trainieren wir ständig irgendwelche Dinge. In der Woche bin ich sehr darauf bedacht alle einigermaßen auszulasten. Das heißt, auch wenn wir in gartennähe bleiben müssen, weil das Babyphone in der Reichweite begrenzt ist, arbeite ich mit allen: manchmal sitzen zwei (denn auch das strengt an), einer rennt durch den Tunnel, gibt Pfötchen und springt durch Reifen. Am Wochenende ist mehr Zeit und ich nehme mir die drei dann immer mal zusätzlich einzeln mit. Das hat einige Vorteile:

Konzentrierter Hund:

Natürlich arbeiten die Hunde konzentrierter, wenn ich alleine mit einem arbeite. Denn das ist weniger Ablenkung und auch ich kann mich mehr auf den einen Hund konzentrieren und ihn korrigieren. Wenn ich zum Beispiel mit drei Hunden an der Schleppleine bin und Steh sage ... dann ist es schwieriger, konkret noch mal nachzuhaken, wenn einer noch mal quer hopst. Dann müssen alle noch mal ran. ;)


Konzentriertes Frauchen:

Ehrlich (und ja, das kann man jetzt durchaus kritisieren), wenn ich ohne den Waupapa mit drei Hunden und der Mini auf dem Laufrad unterwegs bin, ist einfach kein Nerv und kein Platz für neue Kommandos oder Experimente. Da bin ich am Ende des Tages einfach froh, wenn wir ihn ohne besondere Vorkommnisse überstanden haben. Am Wochenende geht Finetuning einzeln einfach besser. Dann kann ich die restliche Bande beim Waupapa lassen.


Mehr Möglichkeiten:

Gerade mit Buster üben wir derzeit eher Alltagssituationen. Abliegen bei einem Picknick. Gassigehen an fremden Orten mit und ohne Ablenkung. Das ist manchmal schon Stress genug mit einem Hund, den man zum Beispiel ständig wieder auf den Platz bringen muss. Und mal ehrlich - es gibt auch mehr Möglichkeiten: Wer geht schon gerne mit drei Dobermännern in den Baumarkt oder ein Einkaufszentrum. Einen kann man durchaus entspannt mal mitnehmen.


Unerschiedliche Baustellen:

Meine Hunde sind unterschiedlich alt, kamen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in diesen Haushalt und haben unterschiedliche Baustellen ... oder eben keine, dann lernen sie so kluge Sachen wie "Moin", "Gib mir Five" oder suchen Kuscheltiere.


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Hund und Job – wie geht das?

Ich nehme mal wieder an einer Blogparade teil. Dieses Mal von miDoggy mit dem Thema Hund und Job, wie geht das? 

Hier war es nie ein Thema, ob die Hunde mit in den Berufsalltag eingebaut werden müssen. Ich teile mein Leben mit Jilly bereits seit meiner Studienzeit und wir haben viele Modelle ausprobiert. Nun will ich mal von den Möglichkeiten berichten, die wir so genutzt haben. Ganz wichtig übrigens das wir ... denn ich musste das nur zeitweise kurz alleine organisieren. Das haben wir meist als Familie (in welcher Zusammenstellung auch immer) getan:

Jill begleitet mich jetzt seit gut 10 Jahren durch mein Leben (Ach du Sch*** bin ich alt) und all' die Lösungen, die ich hier vorstelle, haben eines gemeinsam: wir haben uns sowohl beruflich, als auch privat darauf eingerichtet, dass ein Hund ein fester Bestandteil unseres Lebens ist. Denn tatsächlich ist es nicht nur schwierig Kind und Job unter einen Hut zu bringen. Nein, ein Hund ist auch nicht immer perfekt integrierbar. Manchmal waren es Kompromisse für uns, manchmal habe ich einen Job auch abgelehnt, weil Jill nicht mit durfte oder weil er nicht flexibel genug war. Aber wir haben uns immer arrangieren können und werden das auch weiterhin tun. Meine Chefs haben sich sicherlich manchmal gedacht, dass ich 'nen Splin habe (alleine drei Dobermänner zu halten, ist nicht zwingend das, was man als "normal" bezeichnet). Aber sie haben es immer als Teil meiner Work-Life-Balance - Forderungen oder so gesehen. Ich bin ja auch nicht die einzige, die dieses "Problem" hat.

Hund im Studium/Job

Während dem Studium habe ich unter anderem in einer Bowlingbahn gejobbt. Den Hund hatte ich mit dabei. Das musste ich allerdings nicht aushandeln, denn der Hund war quasi schon vor mir da und kannte die Gegebenheiten. (Lange Geschichte ... ) Sie ist mir hinterher gedackelt und wusste genau, dass sie nicht hinter den Tresen oder in die Küche darf. Das hatte noch einen Vorteil, denn ein Dobermann-Mix gab, zumindest mir damals, echt ein ganzes Stück Sicherheit, wenn ich nachts alleine abschließen sollte.

Als aktives AStA-Mitglied hatte ich während dem Studium den Vorteil, dass wenn mal gar nix mehr ging, ich den Hund dort im Büro bei irgendwem lassen konnte und er dort betreut wurde, bis ich fertig war. Das habe ich aber wirklich nur sehr selten genutzt. Meist haben Freunde, Bekannte oder mein ... haltet euch auf eueren Stühlen fest, denn ich liebe dieses Wort ... Lebensabschnittsgefährte ... den Hund und dessen Betreuung mitgetragen.

Bürohunde

Mein erster Job erlaubte es, dass ich Jill mit ins Büro nahm. Am Sandtorkai bei Scholz & Friends sind damals in jeder Etage mehrere Hunde rumgelaufen. Also konnte ich auch Jilli bequem ganztags mitnehmen. Morgens sind wir mit dem Zug zum Hauptbahnhof gefahren und anstatt mit der Straßenbahn, haben wir den restlichen Weg zu Fuß zurückgelegt. Da war der Gassigang quasi bereits erledigt, bevor wir im Büro ankamen. In Ausnahmefällen sind wir aber auch Straßenbahn gefahren, wenn wir spät dran waren oder ähnliches ... die Mittagspause habe ich auf der Hundewiese verbracht und abends ging es den selben Weg wieder zurück. Der Hund war nach vielen, vielen Leckerlies aus verschiedenen Büroschränken und Ballspielen im Flur, abends genau so fertig wie ich.

Das erfordert aber auch eine fortschrittliche Unternehmensführung und tolerante Arbeitskollegen ohne Allergien. Auf dem Bild oben ist Buster im Büro zu sehen. Den nehme ich aber nur in Ausnahmefällen mit, wenn es sich nicht anders einrichten lässt oder gerade passt. Denn der ist von der Grunderziehung her auch einfach noch etas anstrengender als Jill damals. Das macht den Büroalltag etwas unruhiger, ist aber auch umsetzbar.

 

Zu den nächsten Varianten muss ich eben unsere Situation etwas erklären: Der Waupapa geht in 24 Std.-Schichten alle drei Tage arbeiten. Das bedeutet, Probleme mit der Betreuung gab es immer nur an einem oder zwei Tagen in der Woche, sonst war der Waupapa mit den Pelztieren zu Hause, wenn ich im Büro war:

Eine Tagespension

Nachdem wir hier auf's Land gezogen sind und ich bei einem mittelständischen Unternehmen mit betagter Unternehmensführung gelandet bin, war die Sache mit dem Hund im Büro erstmal vorbei. Auch nicht schlimm, wir haben das dann anders organisiert. Solange Jill noch alleine war, war sie Tageshund in einer Hundepension (kann man sich vorstellen, wie einen Kindergarten für Hunde). Die Auswahl der Pension ist mir da an verschiedene Aspekte gekoppelt:

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Hundebegegnungen: Ein Bericht von der "dunklen Seite"

Jeder liebt es, seinen Hund mit anderen Hunden frei laufen und ihn spielen zu sehen. Auch wir. Leider ist dieser Anblick mir derzeit nicht immer vergönnt. Denn Buster liebt das nun mal nicht. Mit Emma und Jill spielt er sehr gerne und sehr unbekümmert. ABER er traut anderen Hunden leider pauschal erstmal nicht und lässt sich schnell aus der Ruhe bringen. Das ist beim Gassigehen manchmal kein Geschenk:

Dobermann mit Maulkorb

Buster ist ein lieber Kerl. Er liebt die Mini, liebt sein Rudel, lässt sich abrufen, bleibt in der Nähe, kuschelt gern, ist im Haus mittlerweile ein echter Traum. Aber ein Problem haben wir noch:

Denn mein Hund hat nach zwei Vorfällen für sich entschieden, dass Angriff die beste Verteidigung ist. An der Leine sind Hundebegegnungen also immer noch oft eine Katastrophe. Wir arbeiten und trainieren an dem Problem. Wenn beide Hunde angeleint sind, läuft das auch. Wenn der andere Hund ohne verlässlich neben dem Herrchen läuft, ist das für uns spannend, aber auch OK. Doch andere Hundehalter machen es uns oft nicht einfach:

  • Ständig kommen uns unangeleinte Hunde entgegen mit der Aussage: "Der tut nix, der will nur spielen." - Ja sorry, meiner mit fremden Hunden mal so gar nicht.
  • Noch besser, bisher allerdings nur einmal vorgekommen: "Ich kann meine Hunde nicht anleinen, die kann ich nicht beide gleichzeitig halten." - Ah ja.
  • Auch schon oft gehört: "Meiner ist noch jung, der hat Welpenschutz." (Ja ok, das weiß mein Hund aber anscheinend nicht)
  • "Die können das schon alleine regeln. Lassen sie mal los, die machen das unter sich aus." - Ja nee ist klar ... oder wir dann später mit der Versicherung :P
  • Herrchen kommt hinter seinem Hund hergerannt: "Sorry, der hört nicht, wenn er andere Hunde sieht."
  • ... ich könnte diese Liste endlos fortsetzen.
  • Genau deshalb sind wir oft in Gegenden unterwegs, in denen uns im Normalfall kein Hund begegnet. Dann auch mal mit Leine ohne Maulkorb. Egal, wie oft ich sage, dass mein Hund beisst - egal wie viel Theater er schon an der Leine macht, die anderen wissen es besser. "Der sieht doch ganz lieb aus, mein Hund will nur mal Hallo sagen." - Zack, hängt der Hund gerne auch noch an der Leine auf/unter ... meinem.

All' diese Begegnungen und Erfahrungen werfen uns jedes Mal um Welten zurück. Denn jede schlechte Erfahrung nimmt mir das Vertrauen in den Hund und dem Hund das Vertrauen in mich. Jetzt kann man sagen, dass ist unser Problem. Unterm Strich ist es das auch. Denn wir sind mittlerweile diejenigen, die die Straßenseite wechseln, die auf dem Absatz kehrt machen, in Einfahrten rennen ... und ja, ich bin auch diejenige, die fremde unangeleinte Hunde auch mal anschreit und manchmal sogar wegtritt, denn ich habe keine andere Wahl. - Auch zum Schutz des anderen Hundes.

 

DAS MACHT MICH TRAURIG. Denn im Grunde wäre es für mein Gegenüber doch kein riesiges Problem, den Hund kurz anzuleinen, wenn man sieht, dass wir kein Interesse haben zu spielen und meine Hunde angeleint sind. Ich zumindest fänd' das sehr höflich und fair. Für die Frauchen und Herrchen von "DER-TUT-NICHTS" und "DER-WILL-NUR-SPIELEN", ist es kein großes Ding. Uns würde es das Leben sehr erleichtern. Denn wir machen zwar große Fortschritte, aber diesen Hund gab es eben nicht ohne Baustellen komplett fertig - und damit sind wir nicht allein.

 

Es ist ganz einfach: leint das Gegenüber den Hund an, dann tue ich das auch.

 

Wenn wir soweit sind, werden wir gerne mitspielen und ableinen. Vielleicht wird das aber auch gar nichts und wir kommen nur soweit, dass wir ruhig an euch vorbeigehen. Für uns ist beides OK. Wir leben damit, dass wir mit Tierschutzhunden leben und die eben Macken haben. Es wäre schön, wenn ihr NACH ABSPRACHE beides akzeptiert.

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Warum Hundeschule zur Zeit so richtig nervt und ich trotzdem hin muss.

Vorweg: ich gehe eigentlich gern zur Hundeschule. Wir haben auch viele Erfolgserlebnisse und die Hundeschule ist bewusst und gut ausgewählt (Wir nehmen 30 Minuten Anfahrt dafür in Kauf).

Emma ist krank (also geht sie zur Zeit nicht) ... und Buster unser Tierschutzprojekt macht - ständig mit der Nase auf dem Boden nach Mädchen schnüffelnd, manchmal absolut nicht ansprechbar - im Grunde nur was er will und markiert zu allem übel an der Leine ab und an noch den großen Mann. Anstrengend. Nervig. - Ich weiß, der pubertiert, testet Grenzen und ich werde das so schnell nicht ändern, sondern kann nur konsequent unterbinden und dagegen anarbeiten.

Trotzdem bin ich manchmal echt am Rande meiner Selbstbeherrschung und mein innerer Schweinehund schreit jedes Mal: "Geh da einfach nicht hin."

Kluge Ratschläge habe ich auch mittlerweile jede Menge parat ... von "einen 10 Monate alten Dobermannrüden kann man ruhig schon kastrieren lassen", über Akupunktur bis hin zu mehr Geduld (danke, darauf wäre ich im Leben nicht gekommen),

Ich weiß aus Erfahrung, dass diese Lebensphase eines Dobermannes nervig ist und auch, dass man mit einem Dobi manchmal einfach der Chaot der Hundeschule ist. Zu Hause klappt übrigens vieles, was draußen unter Ablenkung einfach schwierig ist. Trotzdem kann ich jedem nur raten, zieht das durch. Ja es kotzt mich auch regelmäßig an, wenn alle anderen Hunde (die schon etwas länger beim Halter sind) liegen bleiben und meiner sich nicht mal ins nasse Gras legt (ich glaube die Hälfte der Dobermannhalter wird das Problem zumindest kennen oder davon gehört haben). Erst recht kotzt es mich an, mir ständig anzuhören "mein Hund hat Angst vor dem Dobermann". ;)

 

ABER: es lohnt sich wirklich das durchzuziehen. Man bekommt sonst nur selten die Möglichkeit mit anderen Hunden und unter so viel Ablenkung zu üben. Außerdem hift es manchmal auch, wenn Außenstehende auf das Geschehen gucken und der Trainer Tipps gibt, wie man die ein oder andere Situation besser händeln kann oder auch einfach mal erinnert und anregt, dass man wieder einen Schritt zurück gehen muss im Training.

 

Gleiches gilt übrigens auch für's Gassigehen. Ach, war das früher schön durch den Wald zu streunen, sich zu unterhalten und die Schleppis hinterher zu ziehen. Jetzt fangen wir wieder von vorne an ... der Hund muss ständig angesprochen werden und ich muss mich wieder permanent um die Aufmerksamkeit bemühen (Richtung wechseln, mal nen Futterbeutel schmeißen ...), damit er merkt, dass die Leine nicht auf Spannung sein soll. Gleiches gilt für Ausflüge mit Hund in der Stadt (so viele Kommandos musste ich einfach lange nicht geben).

Die Versuchung einfach an den Kanal zu fahren, die Hunde da rauszuschmeißen und bisschen laufen zu lassen (auf der einen Seite der Kanal, auf der anderen Seite Zaun) ist natürlich manchmal groß. Manchmal mache ich das tatsächlich, denn nicht immer ist Zeit für Training, manchmal muss ich die auch eben nur kurz lüften und auslasten ... bringt mich aber im Alltag mit den Hunden nicht weiter.

 

Wann immer möglich, bauen wir Leinenübungen und Abruf mit ein, denn wenn ich wieder dahin will, wo ich mit den anderen beiden schon bin, dann muss ich das trainieren. ;) Für alle die in der gleichen Situation sind: haltet durch, habt Geduld (haha) und macht einfach weiter.

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