I ♡ Dobermänner

Hier im Haus leben Jill (Dobermann-Mix - 8 Jahre) und Emma (Dobermann - 1,5 Jahre). Wer die Rasse kennt, der weiß annähernd, wie viel Platz, Zeit und Liebe diese Hunde beanspruchen. Mit kleinen Tricks fügen die Damen sich super in unseren Alltag ein - meistens. ;)

Nach und nach werde ich hier versuchen das ein oder andere Mal aus dem Nähkästchen zu plaudern, zu zeigen, wie wir unsere Doberfrauen beschäftigen und natürlich viele Bilder der wunderschönen Damen veröffentlichen ...


"Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur." Kurt Tucholsky (1890 - 1935)


Fahrradanhänger für Hunde - eine sichere Beförderung

Ein Gastbeitrag

Gastbeiträge sind toll ... für mich und auch für euch. Denn im Grunde sorgen sie immer für eine grandiose Horizonterweiterung: Patrick von www.fahrradanhaenger-hunde.de verrät heute, wozu Fahrradanhänger für Hunde gut sind und wie Hund und Herrchen bzw. Frauchen den richtigen Fahrradanhänger finden.


Gute Organisation ist das Schlüsselwort für viele Hundebesitzer, die einen Ausflug, Urlaub oder eine Fahrradtour planen. Fährt man mit dem eigenen Fahrzeug, ist es ziemlich bequem und unkompliziert für den kleinen Vierbeiner als auch für seinen Besitzer. Wenn allerdings die Rede von einer Radtour ist, die dazu noch länger dauern soll, kann es schon zu einer kniffligen Situation kommen.

 

Auf der einen Seite kann man den Hund nicht für längere Zeit alleine zuhause lassen und der Ausflug mit dem Fahrrad ins Grüne, wäre eine gute und gesunde Abwechslung für das Tier. Auf der anderen Seite, sollte es sich um längere Fahrradtouren handeln, können viele Hunde die gesamte Strecke nicht mit Schritt halten.

Damit sich der Hund so richtig austoben darf und die Radtour nachdem er erschöpft und müde ist weitergehen kann, empfiehlt sich die Nutzung eines Fahrradanhängers für Hunde. Auf diese Weise genießt der Vierbeiner die gesamte Fahrradtour und auch der Hundebesitzer kann sich entspannen.

Ein Hundefahrradanhänger ist ebenso eine gute Wahl für einige Hunderassen, die kein langes und schnelles Laufen vertragen, oder für ältere Tiere die ein Gesundheitsproblem haben. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Umstände, bei denen der Einsatz eine gute Sache ist, wie zum Beispiel bei schlechtem Wetter oder Verkehr innerhalb der Stadt. Der Anhänger bietet Schutz vor Sonne an warmen Tagen und vor Regen und Wind bei unangenehmer Witterung. Darüber hinaus ist der Transport deutlich sicherer als das Radfahren mit Hund an der Leine.

Wie genau ist ein Hundeanhänger aufgebaut?

Ein Fahrradanhänger für Hunde sieht von außen wie ein Anhänger für Kinder aus, ist jedoch innerlich anders aufgebaut und dem Hund vollkommen angepasst. Er besteht im Großen und Ganzen aus folgenden Teilen:

  • Stahl oder Aluminiumrahmen
  • Kabine
  • Sicherungsleine
  • Bodenwanne
  • Deichsel (Verbindungsstange)
  • Räder
  • Einstieg(e)
  • Reflektoren

Der Rahmen und die Bodenwanne werden meistens aus stabilem Stahl- oder Aluminium angefertigt und sorgen für Sicherheit, sogar bei kräftigen Stößen. Aus Sicherheitsgründen gibt es noch Befestigungsvorrichtungen und feste Matten, damit der Hund nicht aus dem Fahrradanhänger springen kann. Diese sind zum Reinigen ganz leicht herausnehmbar.

Vorne und hinten gibt es zwei Einstiege. Seitlich haben die meisten Anhänger für Hunde Fenster mit Fliegengitter, sodass der Hund genügend frische Luft bekommt, heraussehen kann und dennoch vor Insekten geschützt ist. Viele Anhänger sind ebenfalls mit einem resistenten Verdeck ausgestattet, das vor Regen, Sonne und Wind schützt.

Grundsätzlich haben alle Hundefahrradanhänger eine gute Signalwirkung in Form von reflektierenden Streifen, Reflektoren an den Speichen und einem Wimpel am Heck, sodass der Anhänger auch bei Dunkelheit und Nebel gut sichtbar ist.

Die Befestigung ist ganz einfach. Einige Modelle befestigt man am Gepäckträger des Fahrrads, während Andere mit einer Kupplung an das hintere Rad verbunden werden. Die Kupplung ist die bessere und sichere Wahl der Befestigung, da der Fahrradanhänger zusätzlich noch über eine Sicherheitsleine mit der Kupplung verbunden wird. Sollte sich überraschenderweise die Kupplung lösen, bleibt der Anhänger trotzdem mit dem Rad verbunden.

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Wir waren bei Anita Balser

Alleine trotz Leine

Ja unser kleines Leinenproblem: Buster ist ein Zuhause-Hund. Da läuft das. Sind wir unterwegs ist er oft mega aufgeregt, zerrt mich nur noch hinterher und dann werde/bin auch ich zu hektisch ... wir hatten schon ein paar Zwischenfälle mit anderen Hunden, mittlerweile hab ich die Hose halt auch voll und traue ihm nicht mehr. Tschack, da ist die Baustelle. Ich muss zugeben, Anita Balser sagte mir bis vor zwei, drei Monaten nicht viel. Wer sich aber mit dem Thema Leinenführigkeit und Leinen"aggression" auseinandersetzt, der stolpert früher oder später über ihren Namen. Wir haben heute an einem ihrer Seminare teilgenommen.

Die HTS - Theorie

Nachdem ich mit Buster eine wirkliche Glanzleistung, meiner Inkompetenz den Hund zu führen, an den Tag gelegt hatte ... ich war aufgeregt. Der Hund hat sich auch noch des Maulkorbs entledigt. Gab es eine Pause für den Hund - für mich die Theorie. Die ist sehr vielversprechend. Es gibt ein Ampelsystem (ohne Strafe) und man holt den Hund in verschiedenen Energieleveln ab, damit es erst gar nicht so weit kommt, dass es zwischen den Hunden knallt.


Die Praxis

Die Praxis war ein Kulturschock. Das kann daran liegen, dass ich echt sehr weichgespült bin. Hier gibt es im Normalfall keine körperliche Maßregelung. - Zugegeben, mir platzt auch mal die Krawatte und ich schmeiße ne Packung Taschentücher, aber das verbuche ich eher als einen meiner Fehler. Heute habe ich Buster sehr oft gestoppt in seinen Bewegungen, ihn zur Seite geschoben oder mit dem Knie weggedrückt ...


Unser Fazit:

Wir haben auf dem Heimweg noch etwas darüber diskutiert. Das tatsächlich auch sehr kontrovers, denn ich musste feststellen, dass die Methode zu schnellen Erfolgen führt und meinem Hund wirklich Stress nimmt. (siehe Bild) Trotzdem ist das nicht unser Weg. Denn das bin ich einfach nicht. Ich werde in jedem Fall versuchen einige Dinge aus der Schulung zu übernehmen. Ein paar andere Dinge sind einfach nichts für uns ...


Bei der Diskussion musste ich auch zugeben, dass ich mir von jedem Hundetrainer ein bisschen abgeschaut habe bisher. (Ja, auch von sehr umstrittenen, wie dem Herrn Milan) Ich "werfe mit Wattebällchen", locke mit Leckerlies und setze auf Vertrauen ... . Bei zwei von drei Hunden hat das sehr gut funktioniert. Jeder, der die beiden kennt, wird das bestätigen können. ;)

Bei No. III bis zu einem gewissen Grad auch ... Buster hat sich zu Hause sehr gut entwickelt. Draußen mit Ablenkung von anderen Hunden ist er teilweise eine Katastrophe. Ich muss auch einsehen, dass das heute bei Durchgang zwei und drei durchaus besser war. Aber bei jeder Korrektur des Hundes, blutete mir das Hunde-Mamaherz. Auf dem Heimweg habe ich beschlossen, dass ich das Problem so nicht angehen möchte.

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Hunde im Einzeltraining

Hunde im Einzeltraining

Heute widme ich mich mal der Frage, wieso ich am Wochenende sehr oft nur einen Hund dabei habe. Zum einen ist es bequemer, zum anderen, macht es mir das Arbeiten mit den Hunden auch einfacher:

Natürlich trainieren wir ständig irgendwelche Dinge. In der Woche bin ich sehr darauf bedacht alle einigermaßen auszulasten. Das heißt, auch wenn wir in gartennähe bleiben müssen, weil das Babyphone in der Reichweite begrenzt ist, arbeite ich mit allen: manchmal sitzen zwei (denn auch das strengt an), einer rennt durch den Tunnel, gibt Pfötchen und springt durch Reifen. Am Wochenende ist mehr Zeit und ich nehme mir die drei dann immer mal zusätzlich einzeln mit. Das hat einige Vorteile:

Konzentrierter Hund:

Natürlich arbeiten die Hunde konzentrierter, wenn ich alleine mit einem arbeite. Denn das ist weniger Ablenkung und auch ich kann mich mehr auf den einen Hund konzentrieren und ihn korrigieren. Wenn ich zum Beispiel mit drei Hunden an der Schleppleine bin und Steh sage ... dann ist es schwieriger, konkret noch mal nachzuhaken, wenn einer noch mal quer hopst. Dann müssen alle noch mal ran. ;)


Konzentriertes Frauchen:

Ehrlich (und ja, das kann man jetzt durchaus kritisieren), wenn ich ohne den Waupapa mit drei Hunden und der Mini auf dem Laufrad unterwegs bin, ist einfach kein Nerv und kein Platz für neue Kommandos oder Experimente. Da bin ich am Ende des Tages einfach froh, wenn wir ihn ohne besondere Vorkommnisse überstanden haben. Am Wochenende geht Finetuning einzeln einfach besser. Dann kann ich die restliche Bande beim Waupapa lassen.


Mehr Möglichkeiten:

Gerade mit Buster üben wir derzeit eher Alltagssituationen. Abliegen bei einem Picknick. Gassigehen an fremden Orten mit und ohne Ablenkung. Das ist manchmal schon Stress genug mit einem Hund, den man zum Beispiel ständig wieder auf den Platz bringen muss. Und mal ehrlich - es gibt auch mehr Möglichkeiten: Wer geht schon gerne mit drei Dobermännern in den Baumarkt oder ein Einkaufszentrum. Einen kann man durchaus entspannt mal mitnehmen.


Unerschiedliche Baustellen:

Meine Hunde sind unterschiedlich alt, kamen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in diesen Haushalt und haben unterschiedliche Baustellen ... oder eben keine, dann lernen sie so kluge Sachen wie "Moin", "Gib mir Five" oder suchen Kuscheltiere.


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Hund und Job – wie geht das?

Ich nehme mal wieder an einer Blogparade teil. Dieses Mal von miDoggy mit dem Thema Hund und Job, wie geht das? 

Hier war es nie ein Thema, ob die Hunde mit in den Berufsalltag eingebaut werden müssen. Ich teile mein Leben mit Jilly bereits seit meiner Studienzeit und wir haben viele Modelle ausprobiert. Nun will ich mal von den Möglichkeiten berichten, die wir so genutzt haben. Ganz wichtig übrigens das wir ... denn ich musste das nur zeitweise kurz alleine organisieren. Das haben wir meist als Familie (in welcher Zusammenstellung auch immer) getan:

Jill begleitet mich jetzt seit gut 10 Jahren durch mein Leben (Ach du Sch*** bin ich alt) und all' die Lösungen, die ich hier vorstelle, haben eines gemeinsam: wir haben uns sowohl beruflich, als auch privat darauf eingerichtet, dass ein Hund ein fester Bestandteil unseres Lebens ist. Denn tatsächlich ist es nicht nur schwierig Kind und Job unter einen Hut zu bringen. Nein, ein Hund ist auch nicht immer perfekt integrierbar. Manchmal waren es Kompromisse für uns, manchmal habe ich einen Job auch abgelehnt, weil Jill nicht mit durfte oder weil er nicht flexibel genug war. Aber wir haben uns immer arrangieren können und werden das auch weiterhin tun. Meine Chefs haben sich sicherlich manchmal gedacht, dass ich 'nen Splin habe (alleine drei Dobermänner zu halten, ist nicht zwingend das, was man als "normal" bezeichnet). Aber sie haben es immer als Teil meiner Work-Life-Balance - Forderungen oder so gesehen. Ich bin ja auch nicht die einzige, die dieses "Problem" hat.

Hund im Studium/Job

Während dem Studium habe ich unter anderem in einer Bowlingbahn gejobbt. Den Hund hatte ich mit dabei. Das musste ich allerdings nicht aushandeln, denn der Hund war quasi schon vor mir da und kannte die Gegebenheiten. (Lange Geschichte ... ) Sie ist mir hinterher gedackelt und wusste genau, dass sie nicht hinter den Tresen oder in die Küche darf. Das hatte noch einen Vorteil, denn ein Dobermann-Mix gab, zumindest mir damals, echt ein ganzes Stück Sicherheit, wenn ich nachts alleine abschließen sollte.

Als aktives AStA-Mitglied hatte ich während dem Studium den Vorteil, dass wenn mal gar nix mehr ging, ich den Hund dort im Büro bei irgendwem lassen konnte und er dort betreut wurde, bis ich fertig war. Das habe ich aber wirklich nur sehr selten genutzt. Meist haben Freunde, Bekannte oder mein ... haltet euch auf eueren Stühlen fest, denn ich liebe dieses Wort ... Lebensabschnittsgefährte ... den Hund und dessen Betreuung mitgetragen.

Bürohunde

Mein erster Job erlaubte es, dass ich Jill mit ins Büro nahm. Am Sandtorkai bei Scholz & Friends sind damals in jeder Etage mehrere Hunde rumgelaufen. Also konnte ich auch Jilli bequem ganztags mitnehmen. Morgens sind wir mit dem Zug zum Hauptbahnhof gefahren und anstatt mit der Straßenbahn, haben wir den restlichen Weg zu Fuß zurückgelegt. Da war der Gassigang quasi bereits erledigt, bevor wir im Büro ankamen. In Ausnahmefällen sind wir aber auch Straßenbahn gefahren, wenn wir spät dran waren oder ähnliches ... die Mittagspause habe ich auf der Hundewiese verbracht und abends ging es den selben Weg wieder zurück. Der Hund war nach vielen, vielen Leckerlies aus verschiedenen Büroschränken und Ballspielen im Flur, abends genau so fertig wie ich.

Das erfordert aber auch eine fortschrittliche Unternehmensführung und tolerante Arbeitskollegen ohne Allergien. Auf dem Bild oben ist Buster im Büro zu sehen. Den nehme ich aber nur in Ausnahmefällen mit, wenn es sich nicht anders einrichten lässt oder gerade passt. Denn der ist von der Grunderziehung her auch einfach noch etas anstrengender als Jill damals. Das macht den Büroalltag etwas unruhiger, ist aber auch umsetzbar.

 

Zu den nächsten Varianten muss ich eben unsere Situation etwas erklären: Der Waupapa geht in 24 Std.-Schichten alle drei Tage arbeiten. Das bedeutet, Probleme mit der Betreuung gab es immer nur an einem oder zwei Tagen in der Woche, sonst war der Waupapa mit den Pelztieren zu Hause, wenn ich im Büro war:

Eine Tagespension

Nachdem wir hier auf's Land gezogen sind und ich bei einem mittelständischen Unternehmen mit betagter Unternehmensführung gelandet bin, war die Sache mit dem Hund im Büro erstmal vorbei. Auch nicht schlimm, wir haben das dann anders organisiert. Solange Jill noch alleine war, war sie Tageshund in einer Hundepension (kann man sich vorstellen, wie einen Kindergarten für Hunde). Die Auswahl der Pension ist mir da an verschiedene Aspekte gekoppelt:

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Hundebegegnungen: Ein Bericht von der "dunklen Seite"

Jeder liebt es, seinen Hund mit anderen Hunden frei laufen und ihn spielen zu sehen. Auch wir. Leider ist dieser Anblick mir derzeit nicht immer vergönnt. Denn Buster liebt das nun mal nicht. Mit Emma und Jill spielt er sehr gerne und sehr unbekümmert. ABER er traut anderen Hunden leider pauschal erstmal nicht und lässt sich schnell aus der Ruhe bringen. Das ist beim Gassigehen manchmal kein Geschenk:

Dobermann mit Maulkorb

Buster ist ein lieber Kerl. Er liebt die Mini, liebt sein Rudel, lässt sich abrufen, bleibt in der Nähe, kuschelt gern, ist im Haus mittlerweile ein echter Traum. Aber ein Problem haben wir noch:

Denn mein Hund hat nach zwei Vorfällen für sich entschieden, dass Angriff die beste Verteidigung ist. An der Leine sind Hundebegegnungen also immer noch oft eine Katastrophe. Wir arbeiten und trainieren an dem Problem. Wenn beide Hunde angeleint sind, läuft das auch. Wenn der andere Hund ohne verlässlich neben dem Herrchen läuft, ist das für uns spannend, aber auch OK. Doch andere Hundehalter machen es uns oft nicht einfach:

  • Ständig kommen uns unangeleinte Hunde entgegen mit der Aussage: "Der tut nix, der will nur spielen." - Ja sorry, meiner mit fremden Hunden mal so gar nicht.
  • Noch besser, bisher allerdings nur einmal vorgekommen: "Ich kann meine Hunde nicht anleinen, die kann ich nicht beide gleichzeitig halten." - Ah ja.
  • Auch schon oft gehört: "Meiner ist noch jung, der hat Welpenschutz." (Ja ok, das weiß mein Hund aber anscheinend nicht)
  • "Die können das schon alleine regeln. Lassen sie mal los, die machen das unter sich aus." - Ja nee ist klar ... oder wir dann später mit der Versicherung :P
  • Herrchen kommt hinter seinem Hund hergerannt: "Sorry, der hört nicht, wenn er andere Hunde sieht."
  • ... ich könnte diese Liste endlos fortsetzen.
  • Genau deshalb sind wir oft in Gegenden unterwegs, in denen uns im Normalfall kein Hund begegnet. Dann auch mal mit Leine ohne Maulkorb. Egal, wie oft ich sage, dass mein Hund beisst - egal wie viel Theater er schon an der Leine macht, die anderen wissen es besser. "Der sieht doch ganz lieb aus, mein Hund will nur mal Hallo sagen." - Zack, hängt der Hund gerne auch noch an der Leine auf/unter ... meinem.

All' diese Begegnungen und Erfahrungen werfen uns jedes Mal um Welten zurück. Denn jede schlechte Erfahrung nimmt mir das Vertrauen in den Hund und dem Hund das Vertrauen in mich. Jetzt kann man sagen, dass ist unser Problem. Unterm Strich ist es das auch. Denn wir sind mittlerweile diejenigen, die die Straßenseite wechseln, die auf dem Absatz kehrt machen, in Einfahrten rennen ... und ja, ich bin auch diejenige, die fremde unangeleinte Hunde auch mal anschreit und manchmal sogar wegtritt, denn ich habe keine andere Wahl. - Auch zum Schutz des anderen Hundes.

 

DAS MACHT MICH TRAURIG. Denn im Grunde wäre es für mein Gegenüber doch kein riesiges Problem, den Hund kurz anzuleinen, wenn man sieht, dass wir kein Interesse haben zu spielen und meine Hunde angeleint sind. Ich zumindest fänd' das sehr höflich und fair. Für die Frauchen und Herrchen von "DER-TUT-NICHTS" und "DER-WILL-NUR-SPIELEN", ist es kein großes Ding. Uns würde es das Leben sehr erleichtern. Denn wir machen zwar große Fortschritte, aber diesen Hund gab es eben nicht ohne Baustellen komplett fertig - und damit sind wir nicht allein.

 

Es ist ganz einfach: leint das Gegenüber den Hund an, dann tue ich das auch.

 

Wenn wir soweit sind, werden wir gerne mitspielen und ableinen. Vielleicht wird das aber auch gar nichts und wir kommen nur soweit, dass wir ruhig an euch vorbeigehen. Für uns ist beides OK. Wir leben damit, dass wir mit Tierschutzhunden leben und die eben Macken haben. Es wäre schön, wenn ihr NACH ABSPRACHE beides akzeptiert.

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Warum Hundeschule zur Zeit so richtig nervt und ich trotzdem hin muss.

Vorweg: ich gehe eigentlich gern zur Hundeschule. Wir haben auch viele Erfolgserlebnisse und die Hundeschule ist bewusst und gut ausgewählt (Wir nehmen 30 Minuten Anfahrt dafür in Kauf).

Emma ist krank (also geht sie zur Zeit nicht) ... und Buster unser Tierschutzprojekt macht - ständig mit der Nase auf dem Boden nach Mädchen schnüffelnd, manchmal absolut nicht ansprechbar - im Grunde nur was er will und markiert zu allem übel an der Leine ab und an noch den großen Mann. Anstrengend. Nervig. - Ich weiß, der pubertiert, testet Grenzen und ich werde das so schnell nicht ändern, sondern kann nur konsequent unterbinden und dagegen anarbeiten.

Trotzdem bin ich manchmal echt am Rande meiner Selbstbeherrschung und mein innerer Schweinehund schreit jedes Mal: "Geh da einfach nicht hin."

Kluge Ratschläge habe ich auch mittlerweile jede Menge parat ... von "einen 10 Monate alten Dobermannrüden kann man ruhig schon kastrieren lassen", über Akupunktur bis hin zu mehr Geduld (danke, darauf wäre ich im Leben nicht gekommen),

Ich weiß aus Erfahrung, dass diese Lebensphase eines Dobermannes nervig ist und auch, dass man mit einem Dobi manchmal einfach der Chaot der Hundeschule ist. Zu Hause klappt übrigens vieles, was draußen unter Ablenkung einfach schwierig ist. Trotzdem kann ich jedem nur raten, zieht das durch. Ja es kotzt mich auch regelmäßig an, wenn alle anderen Hunde (die schon etwas länger beim Halter sind) liegen bleiben und meiner sich nicht mal ins nasse Gras legt (ich glaube die Hälfte der Dobermannhalter wird das Problem zumindest kennen oder davon gehört haben). Erst recht kotzt es mich an, mir ständig anzuhören "mein Hund hat Angst vor dem Dobermann". ;)

 

ABER: es lohnt sich wirklich das durchzuziehen. Man bekommt sonst nur selten die Möglichkeit mit anderen Hunden und unter so viel Ablenkung zu üben. Außerdem hift es manchmal auch, wenn Außenstehende auf das Geschehen gucken und der Trainer Tipps gibt, wie man die ein oder andere Situation besser händeln kann oder auch einfach mal erinnert und anregt, dass man wieder einen Schritt zurück gehen muss im Training.

 

Gleiches gilt übrigens auch für's Gassigehen. Ach, war das früher schön durch den Wald zu streunen, sich zu unterhalten und die Schleppis hinterher zu ziehen. Jetzt fangen wir wieder von vorne an ... der Hund muss ständig angesprochen werden und ich muss mich wieder permanent um die Aufmerksamkeit bemühen (Richtung wechseln, mal nen Futterbeutel schmeißen ...), damit er merkt, dass die Leine nicht auf Spannung sein soll. Gleiches gilt für Ausflüge mit Hund in der Stadt (so viele Kommandos musste ich einfach lange nicht geben).

Die Versuchung einfach an den Kanal zu fahren, die Hunde da rauszuschmeißen und bisschen laufen zu lassen (auf der einen Seite der Kanal, auf der anderen Seite Zaun) ist natürlich manchmal groß. Manchmal mache ich das tatsächlich, denn nicht immer ist Zeit für Training, manchmal muss ich die auch eben nur kurz lüften und auslasten ... bringt mich aber im Alltag mit den Hunden nicht weiter.

 

Wann immer möglich, bauen wir Leinenübungen und Abruf mit ein, denn wenn ich wieder dahin will, wo ich mit den anderen beiden schon bin, dann muss ich das trainieren. ;) Für alle die in der gleichen Situation sind: haltet durch, habt Geduld (haha) und macht einfach weiter.

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Die schönsten  Momente als Frauchen ...

Wir trainieren zur Zeit sehr viel. mit unseren Pelznasen. Ein neues Rudelmitglied bringt immer ein wenig Unruhe ins Team. Da muss man Dinge wie "Leinenführigkeit", "auf dem Platz bleiben, wenn Besuch kommt" oder "das Verhalten im Garten" auch bei den bestehenden Familienmitgliedern noch mal ein wenig auffrischen. Ich mag die Erfolge beim Training ganz gerne und genieße sie, ABER eines liebe ich noch mehr:

Hunde müssen auch mal Hund sein.

Ich liebe es den Pelznasen zuzuschauen, wie sie einfach Hund sind. Gassigehen ohne Leine, ohne ständige Ansprache und Korrekturen, einfach rennen, toben, balgen und ein bisschen im Sand graben. Das muss auch mal sein.

Klingt einfach, ist es hier allerdings nicht. Ich habe zwei potentielle Jäger im Rudel und kann die natürlich nicht einfach so irgendwo rennen lassen. Das muss überlegt sein. Hier im Wald funktioniert das schwer bis gar nicht. Meistens sind wir mit Schleppleinen unterwegs. Am Kanal ist Freilauf nur auf Abschnitten, die ich gut einsehen kann und von denen ich weiß, dass Wild nicht sofort erreichbar ist, möglich.

An öffentlichen Straßen oder stark frequentierten Wegen ist die Sache auch schwierig, denn auch wenn die Doben sehr menschenfreundlich sind, ist nicht jeder Fan - erst Recht nicht von drei großen Hunden. Ich rufe die Hunde also ran und lege sie ab, wenn Fußgänger oder Radfahrer uns begegnen. Bei jedem Fußgänger ... das kann also auch im zwei-Minuten-Takt sein.

Jill ist nicht mehr so verträglich, seitdem ihr die Arthrose beim Spielen ab und an Schmerzen bereitet, der nahgelegene Hundefreilauf ist also nur für Emmi und Buster geeignet.

Damit ich die drei Chaoten richtig laufen lassen kann, musste Buster einigermaßen fest im Gehorsam sein, ich ins Auto steigen und ein Stück fahren, um eine "sichere Strecke" zu finden. - Es lohnt sich. Ich liebe den Anblick ... und es ist einfach ein anderer, als der an den Schleppleinen und auch ein anderer, als im Garten ...

Regeln für Hunde

Bei uns im Garten, wird nicht gebuddelt, im besten Fall auch nicht markiert. Das funktioniert nicht immer, aber meistens klappt das ganz gut. Beim Gassigehen will ich nicht, dass die Hunde an der Leine zerren ... das ist anstrengend für die Hunde, denn sie müssen gucken, wo ich bin und wo ich hin will. Hauswände und Zäune werden auch beim Gassigehen nicht markiert ... bedeutet Hund sein, ist bei solchen Spaziergängen nur bedingt möglich.

Natürlich gibt es auch Regeln, wenn alle im Freilauf sind: Der Grundgehorsam muss stimmen: Wir werden nicht angesprungen, die Mini wird nicht umgewalzt. Abrufbar müssen sie auch bleiben, das haben wir heute ab und an geübt. Ansonsten laufen Hunde, wenn die Bindung stimmt, automatisch mit und auch nicht so weit weg von ihrem Rudel.

Mittlerweile ist hier oben im Norden keine Saison mehr. Das bedeutet, dass am Strand oder an den üblichen Hundeauslaufstellen auch nicht mehr ganz so viel los ist. Heute waren wir das erste Mal (Buster ist jetzt einen Monat hier) mit allen drei Hunden lang und ausgiebig ganz frei Gassi an einer Stelle, an der ein breiter Streifen an beiden Seiten eingezäunt ist und was soll ich sagen, es war super entspannt. Ich habe es sehr genossen.

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Warum ich meinen Hund nicht mehr Operieren lasse...

Jill ist 10. Jill hat wieder Mammatumoren. Wir haben als Familie jetzt beschlossen, dass sie nicht mehr operiert wird. Diese Entscheidung war besonders für mich nicht leicht. Aber wir haben sie heute unserer Tierärztin mitgeteilt und zu meiner Überraschung hat diese nicht mal versucht, mich vom Gegenteil zu überzeugen... wie es dazu kam:

Zuerst einmal: diese Entscheidung ist keine finanzielle gewesen.

 

Mammatumore sind Tumore an der Milchleiste bzw. am Gesäuge der Hündin. Wir kennen das Problem auch schon. Jill wurde schon einmal operiert an der Milchleiste inkl. Kastration, als sie sieben Jahre alt war. Im Grunde war auch das damals schon ein gutes Alter sowohl für einen Dobermann, als auch für einen Boxer. Damals war die Entscheidung für uns sofort klar.

 

Nun ist es leider wieder soweit gewesen - da war eindeutig ein Knoten zu ertasten. Also bin ich mit ihr zum Tierarzt gefahren. Im Alter von 10 Jahren, bald 11 hat meine Jilly noch ein paar andere Baustellen, Arthrose in der Schulter, die Zähne sind auch nicht mehr im besten Zustand. Trotzdem geht es ihr diesen Sommer super. Sie schwimmt und hält mit den zwei Jungspunden super mit. Beim Tierarzt haben wir dann die verschiedenen Möglichkeiten erörtert: eine OP, Chemo, Aprikosenkerne, Spinnengift, ... und ich wurde mit all' den Infos nach Hause geschickt.

Auf der Heimfahrt war ich auch noch voll davon überzeugt, dass wir das volle Programm starten ... denn ich wollte meinen Hund ja noch lange behalten.

 

Zuhause angekommen setzte langsam meine Vernunft ein und ich begann mich zu informieren. Irgendwann kam die Erkenntnis, dass ICH meinen Hund noch lange behalten will. Was will aber mein Hund? Ich habe noch zweimal mit der Tierärztin gesprochen, mit dem Mann, dem Jill quasi früher gehörte. Mit dem Waupapa und bin zu dem Schluss gekommen, dass es einfach nur purer Egoismus wäre, diesen Hund jetzt noch einmal aufzuschneiden. Würde ich mit 80 noch diesen ganzen Krams versuchen, jetzt würde ich sagen "NEIN". Ich würde meine Kohle vom Konto nehmen, reisen und den Rest versaufen. Wahrscheinlich auch wieder anfangen zu rauchen. (Wie das dann in dem Moment aussieht, kann ich natürlich nicht sagen.)

 

Zu den Fakten: der Mammatumor kann gutartig, aber auch bösartig sein. Das weiß man nicht, bevor man ihn rausschneidet, da punktieren bei Hunden nix bringt, denn die Tumoren bestehen aus Mischgewebe. Die Wundheilung kann super gut, aber gerade bei Hunden in dem Alter auch sehr schleppend verlaufen. Die Wunde würde nahezu über die komplette Brust verlaufen. Ob das ganze etwas gebracht hat, weiß man erst, wenn die OP stattgefunden hat und ein paar Wochen vergangen sind, denn auch Röntgenbilder der Lunge können nicht eindeutig belegen, dass der Tumor nicht schon gestreut hat und es noch weitere in der Lunge oder an anderen Organen geben wird. Die Milchleisten werden nicht zusammen entnommen, sondern es würden ggf. mehrere OPs stattfinden.

Es gibt Hündinnen, die noch mehrere Jahre mit den Knoten leben, es kann aber auch dazu kommen, dass sie aufgehen oder eben streuen.

 

Tja und nun komme ich und muss entscheiden, was zu tun ist. Ich habe mir meinen Hund angeschaut und mein Bauch hat gesagt, das machen wir nicht. Frauchen wird nicht machen, dass es dir jetzt, wo es dir so gut geht, unnötig schlecht geht. Du darfst noch so lange dein Leben genießen, wie es eben geht. Gesagt, getan. Das Futter habe ich sofort umgestellt: mehr Eiweiß, mehr Fett, keine Kohlehydrate (Ob das was bringt, weiß ich nicht. Aber ich will mein Bestes gegeben haben.). Die Aprikosenkerne sind unterwegs.

 

Ich also auf Krawall gebürstet zu meiner Tierärztin gefahren und ihr gesagt, dass ich das nicht mehr mache. Es gibt keine OP. Ich war auf jedes einzelne Gegenargument gefasst ... und dann ... nickt sie einfach, sagt, dass sie es vernünftig findet und man manchmal eben auf seinen Bauch hören muss. Wenn es ihr dann tatsächlich schlecht geht, dann sehen wir weiter. (OK, das war einfacher, als erwartet.)

 

Nun zu unserem Plan: ich werde meinem Hund ein schönes Leben machen, solange es geht. Extrawürste bekommt sie hier eh schon genug gebraten. Nun noch eine Diät. Damit machen wir weiter. Ja ich bin jetzt schon traurig, aber ich kann meinen Seelenhund auch mit der OP nicht unsterblich machen. Also drückt uns die Daumen, dass wir trotz der doofen Knoten noch 1, 2, 3 ... viele Jahre zusammen haben ... und irgendwie beneide ich die Hunde darum, dass man diese Entscheidung treffen kann.

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Was kostet ein Dobermann?

Zuallererst mal jede Menge Nerven. - Nein im ernst: seitdem unser Zuwachs hier ist, werde ich das sehr oft gefragt: also rechne ich jetzt einfach mal vor: Anschaffungskosten variieren zwischen 250 Euro/400 Euro (Tierschutzhund) und 1800 Euro (vom Züchter ... nach oben offen). Vermehrerhunde zu kaufen ist dumm, deswegen ist diese Variante hier außen vor.

  • Zu den Anschaffungskosten kommen Leinen, Halsbänder, Hundebetten, etwas Spielzeug ... das variiert sehr von Größe des Hundes und der Qualität ... rechnen wir mal mit 150 - 300 Euro.
  • In Niedersachsen müssen Neuhundehalter einen Hundeführerschein ablegen. Den habe ich schon. Zur Zeit würde der hier inkl. Schulung und Prüfungen so um die 150 Euro kosten.
  • Hier bekommen die Hunde BARF, das bedeutet ich brauche pro Hund und Monat ungefähr 30 Kilo Fleisch + Gemüse, das hier aber oft in der Küche abfällt. Das ganze entspricht ungefähr 60 Euro.
  • Hundesteuer für einen Dritthund: 90 Euro im Jahr.
  • Niedersächsisches Hunderegister einmalig 17,26 Euro.
  • Hundehaftpflicht 143,62 Euro (Achtung, nicht jedes Versicherungsunternehmen nimmt überhaupt Dobermänner auf).
  • Eine Mitgliedschaft in einem Hundeverein oder in der Hundeschule kostet auch so um die 30 Euro im Monat. Hinzu kommen Fahrtkosten.
  • Impfungen kosten mich pro Hund im Jahr ungefähr 50 Euro. Hinzu kommen Wurmkuren, die wir allerdings nur bei Verdacht, bei Neulingen oder positiven Kotproben machen.
  • Meine Hunde sind nicht krankenversichert. Bedeutet, wenn mal was mit ihnen sein sollte, kommen die Tierarztkosten noch on Top. Da können gerade in Jills Alter von 11 Jahren auch gerne mal 1.000 Euro im Jahr zusammen kommen.

Wir brauchen jetzt noch irgendwie ein größeres Auto, weil drei Hunde schlecht in den Kombi passen. Wer also noch einen hellblauen Meriva brauch, gerne zuschlagen. Der muss ausgetauscht werden.

Natürlich ist das nicht das wichtigste und hier bekommen die Hunde auch sehr viel Zucker in A*** geblasen. Was das Futter und die Freizeitbespaßung angeht, kann man sicherlich am ein oder anderen Ende auch noch sparen. Aber diese Kosten sollten bei der Anschaffung von Hunden nicht außer Acht gelassen werden.

 

UND ich bitte darum, sie auch nicht außer Acht zu lassen, wenn man sich überlegt einen Hund mal eben an den Tierschutz abzugeben. Oft habe ich Anrufe, ihr könnt den Hund haben, ich will aber noch 500 Euro dafür, der hat mal 1600 gekostet. Über sowas kann ich leider nur traurig den Kopf schütteln.

 

Achtung: das letzte Bild ist nichts für Vegetarier und Veganer. Hunde fressen Fleisch.

#yummi #dogs are not vegi #dogsarefamily #doberlove #dobermann #dobermannpride #dobermanofinstagram #dogsarethebest

Ein von Jenny Manegold (@waumama) gepostetes Foto am

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