Die Katze im Sack ... 

Wer ein Tierschutz-Tier aufnehmen möchte, sollte sich unbedingt vorher über den Verein informieren, von dem er adoptieren will. Es gibt leider unheimlich viele schwarze Schafe. Meist bemerkt man die Qualität des Vereins erst, wenn die Probleme schon da sind. Deshalb sollte man vorher versuchen, sich gut über den Verein oder die Organisation zu informieren. Bei den lokalen Tierheimen ist das einfacher als bei vielen international agierenden Vereinen.  Google bringt allerdings schon einiges ans Licht und hilft, den richtigen Verein zu finden. Im besten Fall, kann man sich von Freunden oder Bekannten einen Verein empfehlen lassen.


Pflegestellen für Hunde und Katzen

Wir sind ab und an Pflegestelle ... (nur für Hunde, nicht für Katzen). Unser kleiner Gast ist am Freitag ausgezogen. Ich habe ihn nach Nürnberg gebracht, mir sein neues Zuhause, seinen zukünftigen Hundeplatz, sein neues Frauchen und auch seine neue Dobermann-Spielgefährtin angeschaut und ihn dann da gelassen. Als ich im Auto saß, hab ich Rotz und Wasser geheult. Trotzdem würde ich es immer wieder genauso machen:

Wir haben kurzfristig einen halbverhungerten "Dobermann-Mix" in wirklich schlechtem Zustand in Hamburg vom Flughafen abgeholt, weil er dort gestrandet war. Sparky wurde quasi bestellt, aus Malta hier hergeflogen und nicht abgeholt.

Ein Hund in dem Zustand ist oft weder attraktiv für Interessenten, noch ist immer jemand zu finden, der so kurzfristig einspringen kann und ihn dann auch noch für immer übernehmen möchte. Pflegestellen helfen aus, wenn Tierschutzhunde kurzfristig ihre Familie verlassen müssen, bei Privatabgaben durch welche Gründe auch immer oder auch einfach nur, um die Tiere vor ihrer Vermittlung aufzupeppeln und etwas besser einschätzen zu können, welche Familie zu ihnen passt.

In Pflegestellen sitzen die Hunde und auch Katzen erstmal warm und trocken (bei den Samtpfoten sind Pflegestellen genau so wichtig, leider bin ich einfach kein Katzenmensch ... Mietzi und ich leben nebeneinander her, meine große Liebe war ein kleiner frecher Kater, der leider überfahren wurde, seitdem bin ich durch mit dem Thema Katze).

Aus einer Pflegestelle heraus, kann ohne Stress und Druck in ein "Für-immer-Zuhause" vermittelt werden. Bei Sparky (jetzt Amuun) hat das gut geklappt.

Denn ein paar Tierarztbesuche und etwas Liebe später ist aus dem ängstlichen, zotteligen Bündel Hund ein süßer Junghund geworden, der einigermaßen an der Leine läuft, weiß, dass man sein Geschäft draußen verrichtet und ausgeschlafen und satt in sich selbst ruht.

Ziel war es nun, eine neue Familie zu finden. Das ist nicht immer einfach. Je nachdem zu welchem Tierschutzverein der Hund gehört, kann das auch gut und gerne mal zu einer Farce werden. Ich mache das nun schon lang genug und bin selbstbewusst genug um auch mal nein zu sagen. Deshalb auch die Anzeige (Danke fürs liken und teilen, das war der Schlüssel zum Erfolg).

Hier werden Interessenten rigoros aussortiert: nein, ich vermittele keinen Dobermann in Draußenhaltung ohne Familienanschluss um einen Schrottplatz zu bewachen. Ich vermittle auch keinen Hund an jemanden, der ihn haben will, seiner Farbe oder seines Erscheinungsbildes wegen und ich vermittele auch nicht an schwangere alleinstehende Frauen (denn das kann durchaus gut gehen, muss es aber nicht und ich pokere nicht mit meinen Hunden).

Ob ein Haus und ein Garten vorhanden ist, ist mir wiederum völlig egal. Auch ich habe mit Jill auf 18 qm inkl Bad und Küche gelebt zeitweise. Sie war halt immer mit, ich würde behaupten, dass es ihr nicht geschadet hat. Bei einigen Hunden kommen noch Bedingungen hinzu, die einfach auf die individuellen Charaktereigenschaften des Hundes eingehen. Sparky hat sich vom ersten Moment an mehr an unseren Hunden, als an mir orientiert. Also fiel irgendwann die Entscheidung, dass er nicht in Einzelhaltung abgegeben wird, denn das würde ihn wahrscheinlich nicht glücklich machen und die neuen Halter hätten es gerade draußen viel schwerer, als mit einem zweiten Hund (Da war er wirklich anfangs sehr unsicher und hat sich ständig hingelegt und in Hecken und Ecken verkrochen. Hier hat es geholfen Emma mitzunehmen, von der er sich viel abgeschaut hat). Wir haben Sparkys neues Frauchen und auch gleich noch eine Doberfreundin dazu gefunden und ich habe ihn am Freitag hingebracht.

Natürlich fällt es nicht leicht, einen Hund, der sich hier eingelebt hat und sich super entwickelt wieder abzugeben. ABER: ich kann sie nicht alle behalten (wirklich nicht :P) und ich möchte auch noch Platz für weitere Notfälle haben.

Ja irgendwann wird die Zeit kommen, in der ich hier fünf Dobis halten kann, so wie ich es mir immer vorgestellt habe. Gerade sind zwei Junghunde inkl. Buster und seinen Baustellen neben Kind und Job einfach zu viel.

Nachdem ich mich persönlich davon überzeugt hatte, das perfekte Zuhause für den kleinen Wurm gefunden zu haben, habe ich ihn also da gelassen und ja ... es sind Tränen geflossen (auf den ersten 100 Kilometern Heimweg sogar sehr viele). Aber ich bin nach den ersten Tagen noch viel überzeugter davon, dass es richtig war, als in dem Moment, als ich gefahren bin. Hier bei uns ist wieder etwas mehr Ruhe und Luft für meine eigenen Hunde. Sparky (Amuun) bekommt einen 24/7 Rundum-Verwöhn-Service, den ich ihm hier als 4. Hund nicht hätte bieten können und: ich habe wieder einen Notfallplatz (wir gönnen uns allerdings eben eine Atempause).

Pflegestelle sein heißt:

  • im Notfall einspringen
  • wissen, dass man den Hund oder die Katze auch wieder abgibt (das muss übrigens gar nicht sein, einige entscheiden sich auch dafür, den Pflegetieren ein "Für-immer-Zuhause" zu bieten. Auch das geht)
  • den Tieren zu einem guten Start in ein neues Leben verhelfen
  • Einschätzen und die ersten kleinen Erziehungs- und Gewöhnungsaufgaben für einen besseren Alltag im Leben des Hundes zu starten

Pflegehunde (gerade aus dem Ausland oder von Beschlagnahmungen etc) sind meist erstmal ein Überraschungsei, außer sie kommen direkt aus einer Familie, die man befragen kann. Für Glück und Unglück der Pflegefamilien selbst, ist im Grunde zu großen Teilen der zuständige Verein tragend verantwortlich. Auch ich habe hier schon geflucht und gewettert. Aber im Grunde sind es meist die gleichen Rahmenbedingungen: die Kosten für Futter trägt die Pflegefamilie, Tierarztkosten trägt bei Tierarztbesuchen nach Absprache oder bei Notfällen der Verein. Es finden Besuche von Interessenten statt, manchmal telefoniert man auch mit ihnen, um den Hund/die Katze etwas besser zu beschreiben und irgendwann zieht das Pflegetier aus, um sein Glück in seiner ganz eigenen Familie zu suchen. Bei der Auswahl des Vereins, sollte man sich auf Erfahrungen anderer (entweder aus dem Netz oder am besten persönlich) verlassen und sich auch mal durchsetzen, wenn Dinge passieren, die für einen selber gar nicht gehen (für mich waren das die Nuckelfotos bei ebay-Kleinanzeigen in Verbindung mit der Vermittlung eines Dobermanns. Da hab ich angefangen die Sache selber in die Hand zu nehmen). Allerdings geht sowas nur in Absprache mit dem Verein, denn der Hund gehört nicht der Pflegefamilie, das darf man nie vergessen.

Im Grunde ist es grandios Pflegefamilie zu sein, denn man erlebt die Zeit im Leben des Hundes, in der er am schnellsten Entwicklungen macht (bei Welpen, die Zeit, in denen sie wirklich niedlich sind). Es ist so schön zu sehen, wie Hunde, die schlechte Erfahrungen gemacht haben oder hungern mussten, begreifen, dass man ihnen nur gutes möchte.

Wir können den Tieren helfen, in ein neues Leben zu starten und einige Stolpersteine beim Start schon ausräumen, bevor sie in die neue Familie ziehen (Tiere, die noch nicht sauber sind zum Beispiel lassen sich in einem gewissen Alter nur noch schwierig vermitteln, das gleiche gilt fürs Alleinebleiben, an der Leine gehen etc.)

UND: es ist unbezahlbar glückliche neue Herrchen und zum Beispiel "meinen" Sparky so zufrieden in seinem neuen Leben zu sehen an dem ich einen kleinen, aber doch entscheidenden Anteil hatte.

 

Übrigens darf jedes Pflegetier auch wieder zurück zu uns, wenn es gar nicht klappt, sich die Lebensumstände ändern etc. Das ist bisher allerdings noch nicht vorgekommen.

Sparky muss wieder ausziehen

Wir haben einen Pflegehund. Ich habe in den letzten Tagen viele Nachrichten, Anfragen und Kommentare bekommen, wieso ich ihn nicht behalten will/kann/möchte. "Wenn er doch so toll ist, kann er doch bleiben." etc. - Nein kann er nicht. Aus Gründen:

Sparky ist jung, schon sauber, versteht sich mit allen und jedem und zeigt sich zudem sehr pflegeleicht. Baustellen kann ich keine feststellen. Zudem ist er etwas ganz besonderes: er ist ein blauer Doberman-Mix.

Das ist ein entscheidender Unterschied, zu zum Beispiel Buster (der hier einen Platz auf Lebenszeit gefunden hat, weil ich einfach nicht wollte, dass er zum Wanderpokal wird) Denn Interessenten für Sparky gibt es schon viele. Auch einige, denen ich durchaus zutraue, dass sie Sparky gerecht werden und ihm ein super Leben bereiten.

Trotzdem verstehen viele nicht, wieso ich diesen kleinen Hund, der sich langsam erholt, der so gut hier rein passt und der gerade zur Ruhe kommt, wieder abgeben kann und möchte. Die Antwort ist ganz einfach: ich bin vom ersten Moment an nur die Pflegestelle gewesen. Da muss man auch einen Hund mal wieder abgeben, denn:

  • auch ich habe nicht endlos Zeit, Platz und Geld. Wenn Sparky jetzt bleibt, können wir beim nächsten Notfall dann vielleicht nicht mehr helfen.
  • ich muss meinen eigenen Hunden auch noch gerecht werden. Ich habe drei Dobermänner. Natürlich müssen meine beiden Mädels, die hier unkompliziert mit nebenher laufen, zurückstecken, was Einzel-Gassirunden, Aufmerksamkeit beim Kuscheln oder auch nur das Begleiten bei meinen Ausflügen mit der Mini angeht.
  • neben Job und Kind einem Junghund gerecht zu werden, ist übrigens auch ohne die Gesamtanzahl von vier Dobermännern echt eine Herausforderung.

Alle kann ich leider nicht behalten. Geplant ist langfristig, dass wir zwei Seniorenstellen, eine Pflegestelle und meine zwei eigenen Hunde zum "Arbeiten" haben. Das hilft in Notfällen, funktioniert aber nur, wenn ich Notfälle auch wieder abgeben kann.

 

Ein Zuhause auf Lebenszeit hat Sparky auf die Schnelle nicht gleich gefunden. Deshalb darf Sparky sich hier jetzt erholen und wird auch schon das ein oder andere Lernen, was im Leben als Familienhund ganz nützlich ist. Wir werden ganz in Ruhe und auf gar keinen Fall überstürzt ein Zuhause für ihn suchen (die Entscheidung, welches es wird, liegt Gott sei Dank nicht bei mir, sondern beim zuständigen Verein, den Kontakt stelle ich gerne her - mitsprechen werde ich sicherlich trotzdem ein wenig :P).

Aber er wird wieder ausziehen. Dann werde ich ihn eine ganze Weile nicht sehen dürfen. Ja das wird weh tun. Wenn ich Glück habe, hält uns die neue Familie auf dem Laufenden. Wenn nicht, muss ich auch damit leben. Denn wichtig ist uns für Sparky nur, dass er eine Familie findet, die ihm ein tolles Hundeleben bis zum letzten Atemzug bietet. Ihn hier zu behalten, wäre nicht fair für alle Beteiligten und auch nicht im Sinne der Sache.

Ein Hund ist keine Waschmaschine

Ich war dieses Wochenende so wütend, das glaubt ihr nicht. Wir haben mal wieder ein Familiemitglied auf Zeit. Ungeplant. Einer mehr, als hier eigentlich Plätze zur Verfügung stehen. Ich wurde mehrmals für völlig bekloppt erklärt. Dabei ist das nicht meine Schuld gewesen. Sondern die von *** Menschen. Mittlerweile drehen die ersten Pipidecken ihre Runden in der Waschmaschine, Sparki ist gebadet, schläft und ich beruhige mich langsam. Ich will trotzdem mal berichten, wie es uns an diesem Wochenende ergangen ist.

Die Kurzfassung: Dobermann-Fans und die zugehörigen Tierschützer und Vereine sind untereinander gut vernetzt. Irgendwann kam ein Aufruf, ob jemand aus dem Norden kommt ... "Ja ich." Ein Hundetransport nach Hamburg war angesagt und am Ende kam keiner um zwei der Hunde abzuholen. Es wurde kurzfristig abgesagt.

OK, kennt man sich nicht aus, dann könnte man meinen, man hat ein Widerrufsrecht und was rege ich mich so auf. Deswegen möchte ich das heute mal aus meiner Sicht schreiben.

Man kann jetzt für oder gegen Tiervermittlungen aus dem Ausland sein. Fakt ist aber: Wird ein Hund durch eine Tierschutzorganisation im Ausland "reserviert", dann wird er ausreisefertig gemacht. Das bedeutet, er wird geimpft, tierärztlich gecheckt ... Titer genommen um Antikörper zu bestimmen und beim Vet-Amt gemeldet (alle, die es genauer wissen und berichten wollen, dürfen gerne kommentierten).

Interessiert man sich von Deutschland aus für das Tier, füllt man einen Bewerbungsbogen aus, jemand kommt vorbei und schaut, ob der Haushalt zum Hund passt und ob die Angaben im Bewerbungsbogen stimmen (Nennt sich Vorkontrolle, das passiert ehrenamtlich, in der Freizeit eines Menschen, der auch ein eigenes Leben hat). Während der ganzen Zeit, hat man Zeit sich gut zu überlegen, ob man den Hund oder die Katze wirklich will. Nach der Vorkontrolle wird noch einmal gefragt. Auch dann kann noch wieder abgesagt werden. Denn dieser Besuch ist dazu da, um auf eventuelle Probleme hinzuweisen und diese zu besprechen. Manchmal fällt dann auf, dass es einfach nicht passt. Das ist völlig OK.

 

ABER: Dann werden Flüge (das kostet Geld) und Termine beim Vetamt gemacht (das kostet auch Geld) gebucht. Es werden Fahrketten gebildet und die Reise wird organisiert. Die Hunde treten diese Reise oft schon eine ganze Weile vor Abholung an. Manchmal übernachten sie noch in einem befreundeten Tierheim, um morgens näher am Flughafen zu sein. All' das bedeutet Stress für die Tiere, für die beteiligten Menschen. Den nehmen sie auf sich, damit die Hunde und Katzen und Leguane und was weiß ich ... in ein besseres Leben Reisen. In dem Moment ist ein Stein ins Rollen gekommen, der nicht mehr oder nur schwer aufzuhalten ist.

 

Es kam, wie es kommen musste. Sparkis zukünftige Familie und die seines Kumpels sagten kurzfristig ab und die beiden wären nach einer sehr abenteuerlichen Reise quasi in Hamburg gestrandet.

 

Ich habe an diesem Wochenende wirklich mit Hinz und Kunz telefoniert. Jeder der mir irgendwie in den Sinn kam und mir verantwortungsvoll genug erschien (vielleicht sogar schon einmal Pflegestelle war), wurde angeschrieben. Ergebnis war, das alle Stellen voll belegt sind. Die meisten mit zwei oder drei Hunden mehr, als jemals geplant. Ich übrigens auch ... wir haben mal angefangen mit Jill und jeweils einem Pflegeplatz ... die einen haben schon 7 Hunde, die anderen gerade eine dreibeinige Hündin mit Leishmaniose aufgenommen. Viele gehen neben dem ganzen Kram noch arbeiten. Fazit kein Platz für Sparki.

Lange Rede kurzer Sinn: Obwohl Sparki Interessenten hat, war es unmöglich, die noch vorzukontrollieren schnell am Wochenende. Am Ende bin ich selber losgefahren. Das ist hier nur möglich, weil ich ein unglaublich gutes Netzwerk habe. Die Hundeschule hat wie wild Decken gesammelt und einen Korb und eine Matratze zum Liegen. Ein Geschirr besorgt, ein Halsband und Futter. Ich brauchte jemanden, der mit mir fährt, denn so ein Ritt von Ostfriesland nach Hamburg ist halt auch nicht mal eben gemacht mit einem Kleinkind. Die Oma hat das Kind spontan genommen. Das alles wurde organisiert innerhalb von etwas mehr als 24 Std.

 

Was ich euch sagen will: wir sind auch nur Menschen und ein Hund ist nun mal keine Waschmaschine, die man eben kurzfristig abbestellen kann.

 

Denn es geht ja weiter: ich bin nicht vorbereitet auf einen vierten Hund, einen Junghund. Ich habe einen Job, ich habe keinen Urlaub genommen, um ihn hier einzugewöhnen oder zum Tierarzt zu fahren, denn ich hatte keinen Hund geplant. Das müssen jetzt meine Arbeitskollegen puffern. Ach und der Waupapa ... der atmet auch regelmäßig seeeeehr tief durch ... tragt das Ganze sowohl finanziell, als auch nervlich aber immer geduldig mit (Ich liebe dich) Alles in allem: Ich habe es heute echt satt.

 

Das doofe nur: der Hund kann nichts dafür. Der wurde übrigens von meinem "Rudel" hier traumhaft aufgenommen (ich bin auch ein wenig erleichtert und stolz). Trotzdem wird er nicht bleiben. Sparki darf jetzt hier eben durchatmen und etwas zunehmen, wird tierärztlich gecheckt und sucht dann eine Familie. Drückt uns die Daumen und teilt bitte fleißig, wenn es soweit ist.

Fahrradanhänger für Hunde - eine sichere Beförderung

Ein Gastbeitrag

Gastbeiträge sind toll ... für mich und auch für euch. Denn im Grunde sorgen sie immer für eine grandiose Horizonterweiterung: Patrick von www.fahrradanhaenger-hunde.de verrät heute, wozu Fahrradanhänger für Hunde gut sind und wie Hund und Herrchen bzw. Frauchen den richtigen Fahrradanhänger finden.


Gute Organisation ist das Schlüsselwort für viele Hundebesitzer, die einen Ausflug, Urlaub oder eine Fahrradtour planen. Fährt man mit dem eigenen Fahrzeug, ist es ziemlich bequem und unkompliziert für den kleinen Vierbeiner als auch für seinen Besitzer. Wenn allerdings die Rede von einer Radtour ist, die dazu noch länger dauern soll, kann es schon zu einer kniffligen Situation kommen.

 

Auf der einen Seite kann man den Hund nicht für längere Zeit alleine zuhause lassen und der Ausflug mit dem Fahrrad ins Grüne, wäre eine gute und gesunde Abwechslung für das Tier. Auf der anderen Seite, sollte es sich um längere Fahrradtouren handeln, können viele Hunde die gesamte Strecke nicht mit Schritt halten.

Damit sich der Hund so richtig austoben darf und die Radtour nachdem er erschöpft und müde ist weitergehen kann, empfiehlt sich die Nutzung eines Fahrradanhängers für Hunde. Auf diese Weise genießt der Vierbeiner die gesamte Fahrradtour und auch der Hundebesitzer kann sich entspannen.

Ein Hundefahrradanhänger ist ebenso eine gute Wahl für einige Hunderassen, die kein langes und schnelles Laufen vertragen, oder für ältere Tiere die ein Gesundheitsproblem haben. Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Umstände, bei denen der Einsatz eine gute Sache ist, wie zum Beispiel bei schlechtem Wetter oder Verkehr innerhalb der Stadt. Der Anhänger bietet Schutz vor Sonne an warmen Tagen und vor Regen und Wind bei unangenehmer Witterung. Darüber hinaus ist der Transport deutlich sicherer als das Radfahren mit Hund an der Leine.

Wie genau ist ein Hundeanhänger aufgebaut?

Ein Fahrradanhänger für Hunde sieht von außen wie ein Anhänger für Kinder aus, ist jedoch innerlich anders aufgebaut und dem Hund vollkommen angepasst. Er besteht im Großen und Ganzen aus folgenden Teilen:

  • Stahl oder Aluminiumrahmen
  • Kabine
  • Sicherungsleine
  • Bodenwanne
  • Deichsel (Verbindungsstange)
  • Räder
  • Einstieg(e)
  • Reflektoren

Der Rahmen und die Bodenwanne werden meistens aus stabilem Stahl- oder Aluminium angefertigt und sorgen für Sicherheit, sogar bei kräftigen Stößen. Aus Sicherheitsgründen gibt es noch Befestigungsvorrichtungen und feste Matten, damit der Hund nicht aus dem Fahrradanhänger springen kann. Diese sind zum Reinigen ganz leicht herausnehmbar.

Vorne und hinten gibt es zwei Einstiege. Seitlich haben die meisten Anhänger für Hunde Fenster mit Fliegengitter, sodass der Hund genügend frische Luft bekommt, heraussehen kann und dennoch vor Insekten geschützt ist. Viele Anhänger sind ebenfalls mit einem resistenten Verdeck ausgestattet, das vor Regen, Sonne und Wind schützt.

Grundsätzlich haben alle Hundefahrradanhänger eine gute Signalwirkung in Form von reflektierenden Streifen, Reflektoren an den Speichen und einem Wimpel am Heck, sodass der Anhänger auch bei Dunkelheit und Nebel gut sichtbar ist.

Die Befestigung ist ganz einfach. Einige Modelle befestigt man am Gepäckträger des Fahrrads, während Andere mit einer Kupplung an das hintere Rad verbunden werden. Die Kupplung ist die bessere und sichere Wahl der Befestigung, da der Fahrradanhänger zusätzlich noch über eine Sicherheitsleine mit der Kupplung verbunden wird. Sollte sich überraschenderweise die Kupplung lösen, bleibt der Anhänger trotzdem mit dem Rad verbunden.

Worauf sollte man beim Kauf eines Hundefahrradanhängers Achten?

Bei der Wahl des richtigen Fahrradanhängers für seinen Liebling spielen drei Faktoren eine wichtige Rolle:

  1. Die Größe des Hundes
  2. Das Einsatzgebiet
  3. Die Ausstattung

Niemand möchte, dass sich sein Hund unwohl im Anhänger fühlt, weil er nicht genug Platz gibt, besonders dann, wenn die Radtour etwas länger dauern soll. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, ein Modell zu wählen, das zur Größe und dem Gewicht des Hundes passt. Wichtig ist, dass der Hund genug Platz hat, um sich hinsetzen oder hinlegen zu können.

Zum Glück finden sich auf dem Markt zahlreiche verschiedene Modelle, die für unterschiedliche Größen der Hunde geeignet sind.

Grundsätzlich gibt es Hundefahrradanhänger in drei Größen (meistens S, M & L) für kleine, mittelgroße und große Hunde.

Die Außenmaße bzw. Länge, Breite und Höhe eines Anhängers sind allgemein nicht an die Belastbarkeit gebunden. Mit anderen Worten: Ein großer Fahrradanhänger bedeutet nicht, dass er mehr Traglast hat. Zum Beispiel gibt es Modelle mit Innenmaßen: 60 x 37 x 36 (L x H x B), die von der Größe her nur für kleine Hunde geeignet sind, aber ein zulässiges Gesamtgewicht von 40 kg haben. Oder Anhänger für große Hunde mit Innenmaßen: 73 x 58 x 55, deren maximale Zuladung aber nur 30 kg beträgt.

Aus diesem Grund sollte man nicht nur auf die Größe, sondern auch auf das zugelassene Gewicht achten.

Bei der Wahl des optimalen Produktes sollte man auch noch das Einsatzgebiet in Betracht ziehen. Wird viel im Gelände und auf unebenen Waldwegen gefahren, dann sollte man sich für ein robustes Modell, idealerweise mit Federung entscheiden, in dem sich der Hund auch auf holprigen Strecken wohl fühlt.

Verreist man gerne mit dem Fahrrad in den Urlaub, so gibt es Ausführungen die zum einen faltbar, aber auch als Hundebox für das Auto ummodellierbar sind.

Zu guter Letzt gibt es auch Modelle mit Jogger-Funktion. Dies bedeutet, dass man den Hundefahrradanhänger zweckentfremden und zu einem Handwagen umbauen kann, welcher sich zum Spazierengehen oder Joggen nutzen lässt.

Der Optimale Fahrradanhänger für jeden Hund

Sicherheit und Komfort kommen bei der Suche nach dem optimalen Anhänger an erster Stelle. Der Preis spielt natürlich eine Rolle, aber darf auf keinen Fall die Entscheidung treffen.

 

Fahrradanhänger für Hunde bieten auf jeden Fall zahlreiche Vorteile, nicht nur für die Vierbeiner, sondern auch für deren Besitzer. Mann kann entspannt die Zeit in der Natur genießen und muss sich keine Sorgen um den Liebling zuhause machen. Dazu sind viele Anhänger zusammenklappbar und können ein guter Begleiter im Urlaub sein.

Hundebegegnungen: Ein Bericht von der "dunklen Seite"

Jeder liebt es, seinen Hund mit anderen Hunden frei laufen und ihn spielen zu sehen. Auch wir. Leider ist dieser Anblick mir derzeit nicht immer vergönnt. Denn Buster liebt das nun mal nicht. Mit Emma und Jill spielt er sehr gerne und sehr unbekümmert. ABER er traut anderen Hunden leider pauschal erstmal nicht und lässt sich schnell aus der Ruhe bringen. Das ist beim Gassigehen manchmal kein Geschenk:

Dobermann mit Maulkorb

Buster ist ein lieber Kerl. Er liebt die Mini, liebt sein Rudel, lässt sich abrufen, bleibt in der Nähe, kuschelt gern, ist im Haus mittlerweile ein echter Traum. Aber ein Problem haben wir noch:

Denn mein Hund hat nach zwei Vorfällen für sich entschieden, dass Angriff die beste Verteidigung ist. An der Leine sind Hundebegegnungen also immer noch oft eine Katastrophe. Wir arbeiten und trainieren an dem Problem. Wenn beide Hunde angeleint sind, läuft das auch. Wenn der andere Hund ohne verlässlich neben dem Herrchen läuft, ist das für uns spannend, aber auch OK. Doch andere Hundehalter machen es uns oft nicht einfach:

  • Ständig kommen uns unangeleinte Hunde entgegen mit der Aussage: "Der tut nix, der will nur spielen." - Ja sorry, meiner mit fremden Hunden mal so gar nicht.
  • Noch besser, bisher allerdings nur einmal vorgekommen: "Ich kann meine Hunde nicht anleinen, die kann ich nicht beide gleichzeitig halten." - Ah ja.
  • Auch schon oft gehört: "Meiner ist noch jung, der hat Welpenschutz." (Ja ok, das weiß mein Hund aber anscheinend nicht)
  • "Die können das schon alleine regeln. Lassen sie mal los, die machen das unter sich aus." - Ja nee ist klar ... oder wir dann später mit der Versicherung :P
  • Herrchen kommt hinter seinem Hund hergerannt: "Sorry, der hört nicht, wenn er andere Hunde sieht."
  • ... ich könnte diese Liste endlos fortsetzen.
  • Genau deshalb sind wir oft in Gegenden unterwegs, in denen uns im Normalfall kein Hund begegnet. Dann auch mal mit Leine ohne Maulkorb. Egal, wie oft ich sage, dass mein Hund beisst - egal wie viel Theater er schon an der Leine macht, die anderen wissen es besser. "Der sieht doch ganz lieb aus, mein Hund will nur mal Hallo sagen." - Zack, hängt der Hund gerne auch noch an der Leine auf/unter ... meinem.

All' diese Begegnungen und Erfahrungen werfen uns jedes Mal um Welten zurück. Denn jede schlechte Erfahrung nimmt mir das Vertrauen in den Hund und dem Hund das Vertrauen in mich. Jetzt kann man sagen, dass ist unser Problem. Unterm Strich ist es das auch. Denn wir sind mittlerweile diejenigen, die die Straßenseite wechseln, die auf dem Absatz kehrt machen, in Einfahrten rennen ... und ja, ich bin auch diejenige, die fremde unangeleinte Hunde auch mal anschreit und manchmal sogar wegtritt, denn ich habe keine andere Wahl. - Auch zum Schutz des anderen Hundes.

 

DAS MACHT MICH TRAURIG. Denn im Grunde wäre es für mein Gegenüber doch kein riesiges Problem, den Hund kurz anzuleinen, wenn man sieht, dass wir kein Interesse haben zu spielen und meine Hunde angeleint sind. Ich zumindest fänd' das sehr höflich und fair. Für die Frauchen und Herrchen von "DER-TUT-NICHTS" und "DER-WILL-NUR-SPIELEN", ist es kein großes Ding. Uns würde es das Leben sehr erleichtern. Denn wir machen zwar große Fortschritte, aber diesen Hund gab es eben nicht ohne Baustellen komplett fertig - und damit sind wir nicht allein.

 

Es ist ganz einfach: leint das Gegenüber den Hund an, dann tue ich das auch.

 

Wenn wir soweit sind, werden wir gerne mitspielen und ableinen. Vielleicht wird das aber auch gar nichts und wir kommen nur soweit, dass wir ruhig an euch vorbeigehen. Für uns ist beides OK. Wir leben damit, dass wir mit Tierschutzhunden leben und die eben Macken haben. Es wäre schön, wenn ihr NACH ABSPRACHE beides akzeptiert.

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