Hunde adoptieren und Hunde aufnehmen

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Unsere Hunde stammen alle aus zweiter Hand oder direkt aus dem Tierschutz. Egal ob Welpe oder älterer Tierschutzhund - die Entscheidung sollte wohl überlegt sein. Ist der Tag des Einzugs dann gekommen, ist es von Vorteil, vorbereitet und informiert zu sein. ;) Hier also einmal ein paar Erfahrungen von uns: 

Welpe, Junghund oder doch ein Erwachsener?

Die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Natürlich sind Welpen super niedlich und man hat die Chance ihnen alles von Anfang an beizubringen. Ich persönlich stehe nicht so auf Welpen. Denn man macht die kompletten Phasen des Hundes mit ... da hab ich einfach keine Lust mehr drauf. Abgegeben werden die meisten Dobermänner übrigens im Alter von 8 Monaten und 1,5 Jahren. Die Rüpelphase und die Pubertät nerven nämlich ganz schön. Da gibt der ein oder andere Hundebesitzer leider auf.

Erwachsene Hunde haben allerdings nicht nur Vorteile. Sie haben ihre Macken bereits und man muss ggf. an großen und kleinen Baustellen arbeiten. Dafür hat es den Vorteil, dass man die Hunde, deren Baustellen und deren Charakter vorher schon einigermaßen einschätzen kann und weiß, worauf man sich einlässt. Auslandshunde sind meist ein komplettes Überraschungspaket. Straßenhunde sind zwar sehr sehr oft gut sozialisiert, kommen aber, wenn sie nicht aus einer Pflegestelle in Deutschland sind, komplett ohne Grunderziehung.

EGAL, wie ihr euch entscheidet, bitte kauft oder adoptiert bei verantwortungsvollen Menschen ... NICHT BEIM VERMEHRER und auch nicht jeder Tierschutzverein ist auch wirklich ein guter. Schaut euch die Seiten und Kommentare durchaus mal an. Es hilft auch den Verein einfach mal zu googeln. ;) So sehr man den Tieren helfen möchte, nimmt man einem Importeur oder Vermehrer den einen Hund ab, kommen viele andere nach. 

Einen Hund adoptieren

Wer einen Hund adoptieren will, der kann sich bei PURINA vorher etwas informieren. Vielleicht wird man im ersten Moment etwas überfordert sein, mit den Dingen, die von ihm für die Adoption verlangt. Das Prozedere ist, hat man sich erstmal ein Tier ausgesucht im Allgemeinen immer ähnlich:

  • Es wird ein ein Fragebogen ausgefüllt. Dort wird nach Hundeerfahrung, einem Garten, Wohneigentum, den Gründen für die Adoption und anderen Dingen gefragt.
  • Danach kommt es gegebenenfalls zu einer sogenannten Vorkontrolle. Da kommt jemand wie ich zu Besuch und schaut, ob auch alles der Wahrheit entspricht, was im Bogen angegeben wurde. Keine Sorge, zumindest ich gucke nicht, ob Staub gewischt ist oder der Rasen gemäht. Ich schaue eher, ob die Interessenten auch mit Problemen klar kämen oder vielleicht falsche Angaben gemacht haben.
  • Danach darf man sein neues Familienmitglied entweder erstmal kennenlernen oder gleich abholen. Manchmal (zum Beispiel bei Hunden aus unserem Haushalt) bekommt man das neue Familienmitglied auch gebracht.
  • Nach einigen Wochen gibt es im besten Fall noch eine Nachkontrolle. Da schaut dann jemand anders, wie sich das neue Familienmitglied eingewöhnt hat und man hat noch einmal die Möglichkeit Fragen zu stellen, die vorher vielleicht noch gar nicht aufgetaucht sind. 

Keine Sorge, um einen Hund zu adoptieren. braucht es nicht zwingend ein Haus und einen Garten. Bei einigen Hunden ist das natürlich durchaus von Vorteil, denn die Pflegestelle weiß, dass das die Situation durchaus vereinfachen wird. Pablo zum Beispiel ist noch kein Hund, den man auf einer Hundewiese laufen lassen kann. Da habe ich mich gefreut, dass sein neues Herrchen die Möglichkeit hat, ihn wenigstens im Garten mal rennen zu lassen. Bei anderen Hunden, sind es vielleicht andere Dinge, die hilfreich sind. Wenn diese ihren Besitzer täglich ins Büro begleiten können, weil sie überhaupt nicht alleine bleiben, macht es Sinn, einen zukünftigen Besitzer auszuwählen, der das leisten kann und vielleicht keinen Garten hat. 

 

Ich habe übrigens auch schon mal einen Hund nicht bekommen, weil wir einfach nicht gepasst haben oder es eine passendere Familie für ihn gab. Das ist ärgerlich, man sollte sich aber nicht entmutigen lassen. Der richtige kommt bestimmt und dann passt alles.

Ein Hund zieht ein

Der erste Tag mit dem neuen Familienmitglied sollte gut vorbereitet sein. Im Netz finden sich viele Infos und Checklisten. Hunde aufnehmen oder Pflegestelle sein können die meisten Haushalte nicht mal eben so nebenbei. PURINA informiert über die Vorbereitungen und den Ablauf zum Hunde aufnehmen.

  • Im besten Fall hat ein Familienmitglied Urlaub, damit der neue Mitbewohner nicht sofort während der Arbeits- und Schulzeit alleine bleiben muss.
  • Es ist von Vorteil, wenn man sich schon vor Anschaffung des Hundes einen Tierarzt und dessen Kontaktdaten rausgesucht hat.
  • Die meisten Hunde bekommen etwas Futter mit, das sie auch gewohnt sind. Danach muss entweder umgestellt werden oder die gleiche Sorte nachgekauft werden.
  • Ein ausbruchsicheres Geschirr, ein Halsband und eine Leine sollte man schon vor der Abholung parat haben. Das kann zur Not auch erstmal günstig und gebraucht sein. Denn nicht jeder weiß die Größe seines zukünftigen Familienmitgliedes ganz genau und die meisten davon wachsen ja auch noch - und wenn es nur in die Breite ist ;)
  • Schon bevor der Hund einzieht sollten für ihn Ruhezonen und Betten aufgestellt werden. Alle Familienmitglieder müssen lernen, dass er sich an diesen Orten zurückziehen darf und nicht geärgert wird.
  • Wer will kann sich auch schon mit einem Hundekäfig, einer Box oder einer Unterlage für's Auto ausstatten.

Der erste Tag mit neuem Familienmitglied

Im Grunde kann da alles passieren. Es kann durchaus sein, dass sich der neue Mitbewohner sofort verhält, als wäre er schon immer da gewesen. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass sich der neue Hund nicht sofort mit den anderen Haustieren im Haus versteht. Welpen sind vielleicht noch nicht stubenrein, suchen nach ihrer Mama und ihren Geschwistern. Ein Auslandshund kann auch mal einfach unter der Couch bleiben und sich bis zum Anbruch der Dunkelheit gar nicht bewegen. All' diese Situationen kann man mit Geduld und etwas Verständnis durchaus bewältigen. Der neue Mitbewohner braucht in jedem Fall Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Ein paar allgemeine Tipps sind durchaus hilfreich:

  • Gib dem Hund die Zeit, den Haushalt zu beobachten. Nicht gleich umerziehen, wenn unerwünschtes Verhalten gezeigt wird, kann man davon mit einem Spiel oder Lecker auch erstmal ablenken.
  • Wenn der Hund nicht in alle Etagen, auf's Sofa oder die Couch soll, dann sollte er das auch nicht an den ersten Tagen. Das macht es später nur schwieriger, diese Angewohnheiten wieder abzutrainieren.
  • Ja es ist verführerisch, aber nicht jeder muss das neue Familienmitglied am ersten Tag gleich sehen. Für den Hund ist alles neu: das Haus, die Familie, der Garten und auch die Gassirunde. Da muss nicht noch der komplette Freundeskreis zum Gucken vorbeikommen. Der Hund ist ja noch eine Weile da und kann später in Ruhe kennengelernt werden. 
  • Ein paar Tage Urlaub sind durchaus sinnvoll. In denen kann man auch gleich das Alleinbleiben trainieren. Falls das nicht funktioniert, nimmt ein Notfallplan für nach dem Urlaub Druck aus der Sache. Das kann die Oma sein oder ein Hundesitter.
  • Wasser sollte immer für den Hund erreichbar sein. Kommt der Hund nicht unter der Couch hervor, kann man ihm über Nacht auch erstmal eine Schüssel in das betreffende Zimmer stellen. Abends locken nämlich Hunger und Durst.
  • Es hilft oft, sich mit hundeerfahrenen Menschen auszutauschen, aber Vorsicht, das ist wie mit Kindern, jeder "erzieht" auf seine Weise und weiß es besser. Am Ende muss man doch seinen eigenen Weg finden.