Der Start ins Chaos ...

... seit 2011 wächst diese Familie und somit natürlich auch dieser Haushalt stetig.

Das Gespann Jill und Jenny wurde nach und nach zu einer richtigen kleinen Familie. In den nächsten Tagen sind wir dann 7 - JA SIEBEN. Zwei Erwachsene, zwei Hunde, zwei Katzen und ein Menschenkind.

Das funktioniert zusammen nur, wenn alles wirklich Hand in Hand geht. Die ein oder andere Sache geht natürlich auch mal schief. Hier sieht es nicht immer aus, wie in einem Ausstellungshaus und der Alltag artet das ein oder andere Mal auch in Stress aus, aber Dank kleiner Kniffe und Helfer wird am Ende meist alles gut.




Autoreisen mit Kleinkind

Wir waren in den letzten Wochen viele Kilometer mit der Mini unterwegs. Das ist teilweise für alle Beteiligten nervig, aber man kann es für Kind und Eltern angenehmer gestalten, in dem man ein paar Kleinigkeiten beachtet. So haben wir es auf unseren Strecken Rügen-Ostfriesland (alleine mit Kleinkind inkl. Rückweg) und Ostfriesland-irgendwo tiefstes Sachsen (zu zweit mit Mini) gemacht:

Die Planung ist im Grunde das wichtigste ... denn die kann alles entstressen (oder eben stressig machen). Wir haben in beiden Fällen den Luxus gehabt, dass wir sowohl urlaubstechnisch, hoteltechnisch als auch vom Ablauf her ... immer einen kompletten Tag für eine Strecke hatten.

Das bedeutet, man kann so viele Pausen wie nötig einlegen. Dann wird man nicht auch noch zusätzlich von Zeitnot im Stau gestresst... oder hat keine Zeit mehr und muss den Rest der Strecke mit dem sich beschwerendem Terrorkrümel auf der Rückbank fahren.

Auf dem Bild sieht man die Mini übrigens bei einer Pause am Rastplatz ohne irgendwelche eingezäunten Kinderspielplätze und ohne großen Abstand von Grünfläche zu Fahrbahn. Ich hab sie dann im Auto bespielt, gefüttert und gewickelt. War sicherer und hilft ja nix. Wenn ich allerdings die Wahl hatte, dann bin ich größere Raststätten angefahren (Autohöfe gehen auch oft, aber da muss man halt runter von der Bahn).

Ich fahre übrigens mit mini gerne zu Raststätten mit Serways-Zeichen. Denn da kostet die Toilette zwar 70 Cent (Kind ist umsonst), aber dafür ist sie auch einigermaßen sauber und das ist mit Kleinkind schon irgendwie wichtig ;)

... und dann gibt es noch die Langeweile zu überbrücken. Da ist ein bisschen Kreativität gefragt. Neues zum ersten mal gesehenes Spielzeug, ein paar Snacks, die Mini alleine im Auto essen kann (Weintrauben, Minischnittchen, ....) und eine auslaufsichere Trinkflasche.

Wir haben ein Picknick geplant, waren Shoppen in einem Einkaufszentrum mit "Autowagen", auf Rastplätzen mit Spielplatz und auf dem Rückweg haben wir - übrigens das erste Mal in meinem Leben - einen Tramper mitgenommen: Simon aus Bremen. Der kam an dem Tag aus Hannover von den Special Olympics. Er saß mit Mini hinten im Auto und hat sie bespaßt. Uns hat er nebenher mit seinen berichten von seinem sehr spannenden Wochenende, von Sportlern mit Behinderung und seinen Erfahrungen beim Trampen super abgelenkt. Voll spannend, würde ich glatt wieder machen, aber alleine, würde ich mich es wohl nicht trauen. ;)

Baden wollten wir auch, hatten alles mit, aber das Wetter, das Wetter ...

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Eine Mutter-Kind-Kur

Wir haben uns auf das Abenteuer eingelassen ... ich hab vorher einige sehr negative Berichte gelesen und echt gezweifelt, ob ich da die richtige für sowas bin ... aber ich wurde eines besseren belehrt:

Ich habe unglaublich tolle, unglaublich starke Persönlichkeiten kennengelernt, eine sehr intensive Zeit alleine mit meiner Mini verbracht (wann kann man das Baby schon mal zwei Stunden beoachten ohne den Hunden hinterher zu laufen oder irgendwen der meckert, weil er hunger hat?) und Rügen bei bestem Wetter einfach nur genossen.

Ich musste übrigens nicht wie befürchtet  basteln, singen, tanzen und auch keine Sprechsteine im Stuhlkreis weitergeben. Im Grunde kann man so einiges, muss aber fast nichts außer da sein und kommunizieren, was man will. :D

Die drei Wochen waren eine sehr unbeschwerte Zeit. Im Grunde fühlt sich so eine Kur ein bisschen an, als würde man in einer Seifenblase leben. Die Nachrichten, was ich noch muss und was ich noch soll (glaubt mir, ich bekomme viele davon, wenn der Tag lang ist und habe beschlossen einiges demnächst auch von zu Hause aus zu ignorieren), waren mir sowas von egal. Ich konnte eh nichts ausrichten in dem Moment.

Die Termine werden automatisch aufeinander abgestimmt. Man muss sich nicht ums Essen kümmern und ist im Grunde nur für sich und das Kind verantwortlich.

Dazu hatten wir noch bestes Wetter ...

ich habe jede Menge Sport getrieben und ein paar Massagen bekommen.

Ach und: wo die Teenager mal wieder seit geschlagenen 2 Stunden das Badezimmer blockieren, ich hatte mit Mini mein eiegenes ;)

Das mit den Stoffis hat - wie man sieht - auch super geklappt (wie es ging schreibe ich die Tage direkt bei www.simioj.de).

Die Mini wurde teilweise auch fremdbetreut und hat es - nach anfänglichem Gemecker beim abgeben - auch sehr genossen. Sie ist morgens freudig zu den anderen Kindern spaziert und hat angefangen zu spielen. Die Spielplatzreife hat sie nun auch ... :D Sie hat unglaubliche Sprünge gemacht - sowohl sprachlich, als auch motorisch. Wir werden uns hier nun auch umgucken, ob wir sie vormittags irgendwie unter Kinder bringen können.

Ach genug der Schwärmerei. Ich hab echt von Sellin bis zur Rügenbrücke Rotz und Wasser geheult nach dem Abschied (und ich bin weder sonderlich sentimental, noch habe ich mir das vor Ort anmerken lassen). Aber das war schon sehr traurig, die Menschen mit denen man 3 Wochen durchgehend verbracht hat, so einfach ziehen zu lassen ... ich hoffe wir halten den Kontakt oder sehen uns sogar tatsächlich in 4 Jahren wieder.

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Eine Kur für Waumama und Mini

Wir fahren demnächst zur Kur. Ich hab erst überlegt, ob ich euch mitnehme, ob ich eine Urlaubsvertretung suche für den Blog oder wie ich das alles regle und habe beschlossen, ihr kommt auch mal alleine klar. ;) Denn so eine Kur soll ja schließlich Zeit für Mini und mich bringen und ein wenig Erholung vielleicht auch. Wir sind dann also mal weg und melden uns Ende Mai wieder.

Bevor ich allerdings kurz von der Bildfläche verschwinde, hier eben, wie es dazu kam, dass wir überhaupt zur Kur fahren: November, Dezember des letzten Jahres waren hier ... naja, mittelschwere Katastrophe ... die Mini hat Hautprobleme, bekommt Zähne, ist generell knatschig, ich hatte Abgaben fürs Studium, Stress im Büro. Ein neues Familienmitglied. Kurzum die Nerven lagen blank. Also habe ich nach Lösungswegen gesucht um meinem Hamsterrad zu entkommen. Die Idee mit dem Studium ist dieses Semester erstmal auf Eis gelegt und mir wurde irgendwann beiläufig eine Kur empfohlen. Mein erster Gedanke war: brauch ich nicht, das wird ne Katastrophe. Mein zweiter Gedanke war allerdings, das täte mir und der Mini vielleicht ganz gut. Also gesagt getan. Ich kontaktierte eine Kurberatung. Mittlerweile weiß ich auch, dass es die fast überall gibt ... privat, mobil, von der Caritas ..., einfach mal "Kurberatung" und den Ort googlen. ;)

Nachdem ich mit der freundlichen Dame von der Kurberatung gesprochen habe, hat sie mir alle Infos zugeschickt und ich bin losgetingelt. Zu meinem Arzt, zu Minis Arzt (da haben wir eh U-Untersuchungen) und habe den Fragebogen ausgefüllt.

Die Krankenkasse und mein Arbeitgeber waren (aufgrund der Tatsache, dass ich schon seit Minis 9. Lebenswoche wieder in Teilzeit unterwegs bin) ganz angetan von der Idee und haben super mitgespielt. Eilig war es ja nicht, also konnte ich mir einen Ort aussuchen, der zu mir und Mini passt. Wir haben die Ostsee gewählt. Also gesagt getan.

Nächste Woche geht es los und ich habe tatsächlich noch keinen einzigen Termin in der drei Wochen eingetragen. Aus verschiedenen Erfahrungsberichten weiß ich, dass sich das ändern wird. Das eine Kur auch ganz schön stressig werden kann und das nicht jeder das so toll findet. Aber ich bin gespannt und neugierg (ihr werdet es in jedem Fall erfahren).

Was mir übrigens noch mehr gefällt, ist die Tatsache, dass meine drei Männer mal komplett auf sich allein gestellt sind. Gassi gehen, Wäsche waschen, Termine einhalten, Windeln verschicken, Rasen mähen, Müll rausstellen, Pakete von der Post abholen ... das alles mache sonst ich, da verliert hier keiner 'nen Gedanken dran. Das kommt jetzt noch zu den normalen Sachen dazu. Die armen. Ich bin gespannt wie das läuft und werde einen Teufel tun, dass hinterher alles wieder zu übernehmen :D

 

So lange Rede kurzer Sinn: da gibt es kein Internet auf 'm Zimmer und ich will auch nicht die ganze Zeit im Foyer hocken, sondern die Zeit wirklich mit Mini verbringen. Ich hoffe ihr bleibt mir trotz der Stille im Mai 2016 als Leser treu. Ich werde hinterher auch berichten, wie es so war und bis nächste Woche Mittwoch (dann fahre ich los - ja mit dem eigenen Auto, ganz so abhängig wollte ich mich dann doch nicht machen) auch noch den ein oder anderen Beitrag fertig stellen, der hier schon lange liegt und aufgeschoben wurde.

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Waumama geht Onlineshop ... oder so ...

Es ist endlich soweit, ich darf verraten, warum es hier in letzter Zeit so ruhig ist. Waumama hat bald einen fast eigenen Onlineshop ... dort werden alle möglichen Dinge zu finden sein, die wir mit Mini im Familienleben für gut befunden haben und weiterempfehlen würden.

Wir sind hier mitten in den Vorbereitungen und die ein oder andere Sache steht quasi schon bei mir im Wohnzimmer. Ihr habt keine Vorstellung, was da alles zu tun ist, hatte ich vorher auch nicht. Einfach bestellen, Onlineshop basteln und loslegen ist nicht. Denn dann wäre ich im Januar längst online gewesen. Nein, ich brauchte EORI-Nummern, Steuernummern, IBAN-Nummern und was weiß ich noch alles. Deswegen bin ich auch nicht alleine, sondern habe meinen Trauzeugen ins Boot geholt. Meistens macht es bisher Spaß. Manchmal auch nicht ... siehe Mini hat Waschpulver gegessen. Ich bin ganz aufgeregt und gespannt auf euer Feedback, bis es soweit ist, dauert es allerdings noch ein bisschen ... und ihr bekommt hier exklusiv eine Vorschau:

... hier sind ein paar Entwürfe ... das Äffchen stand relativ schnell fest, denn es ist quasi alles mit meinem persönlichen kleinen Äffchen (die Mini) geprüft.

Ganz nebenbei: SIMIOJ heißt Äffchen auf Esperanto (eine Welthilfs-Sprache - fand ich irgendwie toll und passend ... auch wenn ich mich nicht gleich um die ganze Welt kümmern will, wäre auch vermessen).

Das Konzept ist einfach ... ich will so umweltfreundlich wie möglich, in recycelten Kartons aus unserem und befreundeten Haushalten zum Beispiel, das Leben von Babys / Kleinkindern und ihren Mamis so einfach, entspannt, bunt und liebevoll wie möglich machen. Den Anfang werden tolle wiederverwendbare Schwimmwindeln und Stoffis zur Stoffwindelwoche machen. Wir werden das Sortiment aber noch erweitern. Gerade bin ich an ein paar Baby-led-weaning Utensilien dran.

Wie das genau weitergeht mit dem Shop und was wir so geshootet und gefrickelt und konzeptioniert haben, gibt es demnächst nicht mehr unter waumama (nur noch sporadisch, sondern bei facebook unter SIMIOJ und demnächst natürlich direkt unter www.simioj.de. Ich freue mich wie immer über jedes Like und jeden Kommentar ... wenn ihr was kacke findet, euch irgendwas wünscht oder wie auch immer ... haut es frei raus. :D

 

P.S.: die erste Sache habe ich schon verkauft ... an meine Nachbarin ... die hat die Ware gesehen und war ganz verliebt. Aaaaaah, was für ein Erfolgserlebnis ...

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Wir und der Giftnotruf

Was soll ich sagen, ... der Award für die "Rabenmutter der Woche", wenn nicht gar des Monats geht wohl an mich. Die Mini hat Waschpulver gekostet - Windelwaschpulver um genau zu sein. Ja hier ist alles abgeschlossen und gesichert, was auch nur annähernd an Putzmittel erinnert. Manchmal ... steht man aber auch als Mama auf m Schlauch. Das Waschpulver stand nicht bei uns in der Waschküche, sondern im Wohnzimmer in einer Kiste ... aber hier die ganze Geschichte:

Ich habe Ware bekommen und die ausgeräumt. Mini spielte schön, zwischen all' den Kisten und hat mir fleißig geholfen (man muss dazu sagen, 99,9 % dieser Ware sind ungefährliche Windeln ohne Ecken oder Kanten) ... Als alle Kisten offen waren und die meisten davon auch schon leer, wurde die ganze Sache etwas stressiger, weil die Mini langsam ins Bett musste. Ich also alles schnell in die Regale gestellt. In einem Moment spielt Mini noch mit Luftpolsterfolie hinter mir und beim nächsten Umdrehen, sitzt sie in einer Kiste und hat lauter weißen Kram am Mund und an den Händen - Waschpulver. Ich alles ab- und ausgespült ... (das man das Kind nicht zum Erbrechen bringen soll, wusste ich noch aus dem Erste-Hilfe-am-Kind-Kurs) Mini mega fit und sauer, was meine Hysterie soll.

Irgendwie traute ich der Sache dann trotzdem nicht und habe den Waupapa anrufen wollen (wenn der als ausgebildeter Rettungsassistent nicht weiß, was zu tun ist, dann weiß ich auch nicht). Der war natürlich - wie immer in solchen Fällen - nicht erreichbar. Habe dann seinen Chef erreicht (seines Zeichens auch Rettungsassistent/Notfallsanitäter????) und der kam auch gleich vorbei. Alleine mit dem Kind auf dem Rücksitz losfahren ist nämlich keine gute Idee, vielleicht muss es spucken, vielleicht wird es ohnmächtig, das alles lenkt vom Verkehr ab und vom Fahrersitz aus, lässt es sich dann auch schwer reagieren. Der Waupapa dann irgendwann auch mit einem Kollegen hier angekommen ... 3 Rettungsassistenten/Notfallsanitäter (keine Ahnung, wer was ist) und eine total fitte Mini, die sich über den vielen Besuch freut. Wir wussten allerdings alle wenig mit den Infos auf der Waschmittelpackung anzufangen. Die Gefahr bei Waschmittel ist wohl im Allgemeinen gering, aber es könnte sein, dass es aufschäumt im Bauch ... also haben wir das Giftinformationszentrum-Nord angerufen.

Dort wurde ich dann am Telefon beruhigt und man hat mir gesagt, dass das wohl alles nicht so wild sei. Die Mini hat dann auf deren Anraten Sab Simplex als "Entschäumer" bekommen und durfte noch eine ganze Weile wach bleiben, damit ich schauen konnte, ob ihr schlecht wird.

Dann ging es mit zu Mama ins Bett, damit ich mitbekomme, falls sie Erbrechen muss. Ich hab sie die ganze Nacht bewacht und wirklich schlecht geschlafen. Ich hab ein schlechtes Gewissen gehabt, oh man, das könnt ihr mir glauben. Passiert mir so schnell nicht wieder, dass ich hier eine Kiste stehen lasse ... aber: es hat auch was Gutes, denn ich kann euch heute informieren, was zu tun ist, wenn die Giftnotrufzentrale/ein Giftinformationszentrum mal nötig ist, denn ich musste einiges an Informationen bereit halten:

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Das Ende unseres Familienbettes ...

Ach was haben wir vorbereitet, gemacht und getan in den letzten Wochen meiner Schwangerschaft. Ein Stubenwagen, ein Gitterbett mit Himmel und allem drum und dran. Was soll ich sagen, geschlafen hat die Mini nur sehr selten bis gar nicht drin. Nicht mal als wir Minis Bett offen als Beistellbett an unseres gestellt haben, hat sie sich in diese Ecke treiben lassen. Nein, immer Körperkontakt mit uns und am liebsten auf Mamis Bauch.

 

Minis Wunsch war ein Familienbett. Wusste vorher nicht mal, was das ist, aber da ich ab der 9. Lebenswoche teilweise wieder 5:30 Uhr aufstehen musste und weinen lassen keine Option für uns war, war es uns irgendwann egal und wir haben es so laufen lassen. DIE ZEITEN des Familienbettes SIND NUN PLÖTZLICH VORBEI.

Wenn das Bettchen nachts um vier allein da steht und die Mini zu uns kommt, hab ich natürlich nix dagegen.
Wenn das Bettchen nachts um vier allein da steht und die Mini zu uns kommt, hab ich natürlich nix dagegen.

Von Anfang an war mir klar, dass sich ein Säugling und auch ein baby wohl eher selten im Kinderzimmer aufhält. Berichte von Freunden und Bekannten haben das bestätigt. Also haben wir uns auch gar nicht erst gestresst und kein Babyzimmer eingerichtet. Die Wickelkommode ist im Badezimmer (da ist nämlich auch warmes fließendes Wasser). Ihr Bett war bei uns im Schlafzimmer. Ein paar Spielzeuge in der Küche und ein paar im Wohnzimmer.

 

Nun ist Mini ausgezogen, ohne Gemecker, ohne ein Anzeichen des Unbehagens, einfach so.

Wir haben das Kinderzimmer fertig gestellt, weil wir bemerkt haben, dass die MIni in den letzten beiden Wochen immer öfter ... nachts durch unsere Bewegungen, dadurch, dass wir ins Bett kamen oder zur Arbeit mussten morgens ... geweckt wurde. Also wollte ich ihr zumindest anbieten im eigenen Bett, mit Ruhe solange das Riesenbaby eben schläft, zu schlafen. Hoffnung hatte ich nicht viel, dass das auch angenommen wird. Ich hab sie trotzdem 19:30 abends reingelegt und gesungen und Spieluhr mit ihr gehört, bis sie einschläft.

Was soll ich sagen, in den ersten beiden Nächten habe ich sie wegen Gemecker gegen 4.00 Uhr zu uns geholt, danach war es ne Weile 6:30 (mit weiterschlafen und kuscheln bei mir im Bett und heute ... pennt sie noch seelig (und ja, ich war schon drin gucken, weil ich mir Sorgen gemacht habe, sie schnarcht vor sich hin). Es ist gerade 9:18 Uhr. Das Familienbett hat nach 16 Monaten ausgedient und die nächtliche PRE-Milch gleich mit.

Die ersten beiden Nächte war ich unheimlich unruhig und bin mehrmals reingehuscht um zu gucken. Ich muss zugeben, ich war auch ein bisschen traurig. Denn in solchen Momenten (beim Abstillen empfand ich das zum Beispiel ähnlich), wird mir klar, die Mini wird irgendwann groß. Abends bringe ich sie natürlich noch ins Bett und bin auch dabei bis sie einschläft :P Mittags lege ich mich manchmal einfach mit dazu. Das anfängliche Kinderbettzeug wird hier sicherlich auch noch durch eine zusätzliche Decke für mich ergänzt irgendwann. MIttagsschlaf unter einer 120 x 70 Decke zu zweit ist einfach wenig bis nicht komfortabel. Mittlerweile genieße ich den Platz in unserem Bett :D Der Waupapa hat wenig von der Veränderung, weil ich Minis Platz quasi 1:1 übernommen habe. Für ihn bleibt es bei 40 Zentimetern inkl. Bettrand.

 

So es ist 9:30 und die Mini kommt inkl. der bereitgestellten Milchflasche ... das wird die Tage gleich in Frühstück übergehen. Es war anscheinend an der Zeit ... wenn sie noch nicht gewollt hätte, wäre das Bettchen nur tagsüber zum Vorlesen genutzt worden. Aber gut, vielleicht kommt ja mal wieder eine Phase, ein Zahn oder was auch immer und die Mini will zu uns :D

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UNSERE Regeln für Kind und Hund

Wir lieben das Zusammenleben (manchmal harmonischer als das zwischenmenschliche) mit Hund und Kind. Nach einem Jahr mit Hund und Baby (und vielen, vielen Kindern im Haus), können wir sagen: es klappt. Die Fotos und Videos von spielenden Babys und Tieren sind natürlich super süß. Ganz naiv sollte man aber nicht an die Sache herangehen. Damit das auch so harmonisch bleibt, gibt es hier Regeln (Anmerkung der Redaktion, die sollen nur sensibilisieren, ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit UND: ICH BIN KEIN HUNDETRAINER, hole bei Problemen immer einen dazu und würde das auch jedem so empfehlen - keine Experimente, erst recht nicht mit Kind):

1. Kind und Tier sind hier nie unbeaufsichtigt. Die verstehen sich hier alle gut, aber ich traue beiden Seiten nicht zu 100 % ... keinem ... ist einfach so. Die Hunde sind eben Hunde/Tiere und das Baby hat eh ständig irgendwelchen Mist im Kopf. Also bleiben beide (gilt auch für die Katze) nicht unbeaufsichtigt zusammen. Mag im ersten Moment einfach klingen, ist es aber in der Praxis nicht. Denn als Mama muss man auch mal zur Toilette, das Telefon klingelt und der Postmann steht vor der Tür ... wenn das Baby dann auf dem Teppich schläft und ich es gerne liegen lassen möchte, müssen die Hunde mit. Hier hat sich in der Praxis aber ergeben, dass es meist einfacher ist, das Baby mitzunehmen. Wacht es nämlich auf, sind die kleinen Finger schneller irgendwo, als ich "Unsinn" aussprechen kann. (nach nun 15 Monaten weichen wir diese Regeln etwas auf, aber nur deshalb, weil ich mich darauf verlassen kann, dass das Baby nicht an den Hundekorb geht oder die Hunde bedrängt und ich immer in der Nähe bin und höre ...)

 

2. Regeln sind für alle da. Natürlich hatte ich 9 Monate mehr Zeit, den Hunden die wichtigen Dinge beizubringen und ehrlich ... das ist auch einfacher, als dem Baby feste Regeln und Verbote klar zu machen. ABER: damit ein Zusammenleben möglich ist, müssen beide Seiten Rücksicht nehmen. Die Mini hat vom ersten Tag an gelernt die Hunde mit Respekt zu behandeln und die Hunde müssen wissen, dass das Baby eben etwas zerbrechlicher ist, als das Frauchen. ;) Das spiegelt sich dann in den folgenden Regeln wieder:

 

3. Der Rückzugsort ist unantastbar. Bedeutet in der Praxis: das Hundekörbchen und das Babybett sind für die jeweils andere Seite tabu. Denn wie genau soll der Hund dem Baby klar machen, dass er gerade nicht spielen möchte? Der natürliche Weg wäre über die Körpersprache des Hundes oder knurren (das versteht das Baby natürlich noch nicht, danach käme wohl ein Schnappen und das will keiner.)

4. Hier wird keiner zur Liebe gezwungen. Klingt jetzt vielleicht im ersten Moment komisch, ist aber in der Praxis leider oft zu sehen. Meine 10 jährige Hündin Jill ist zu 95 % der Zeit nicht interessiert am Baby ... sie findet es OK, respektiert es als Rudelmitglied, aber sie hat weder Interesse daran mit ihm zu spielen, noch daran zu kuscheln. Das müssen und können wir respektieren. Ich versuche weder das Baby ständig in ihre Nähe zu setzen, noch sie zum Baby zu bewegen. Sie kommt und schnufft mal daran oder legt sich - wie im Bild zu sehen - auch mal daneben, aber ansonsten ist sie eben nicht interessiert. Das muss ich respektieren. Und noch viel wichtiger, das muss auch das Baby reskpektieren. Auch wenn es noch so gerne spielen möchte und es dann eben keine Fotos für die Mami vom "Kampfhund mit Baby" gibt. Natürlich kann man versuchen mit Hilfe von Leckerlies den Hund an das Baby heranzuführen. Aber wir halten es hier für unheimlich wichtig ihre persönliche "Comfortzone" auch einzuhalten.

 

5. Entschleunigen.  (Jeder Dobermannbesitzer wird jetzt in schallendes Lachen ausbrechen, aber es geht ... zumindest bis zu einem gewissen Grad) Das habe ich bei den Hunden schon während der Schwangerschaft geübt ... teilweise aus Zwang, weil ich immer dicker und unbeweglicher wurde, teilweise aus Weitsicht für die Zeit mit Baby ... in der Praxis hieß das: Leinenführigkeit, Leinenführigkeit und nochmals Leinenführigkeit (denn es ist nun mal kein Geschenk mit Kinderwagen oder Baby in der Trage auf dem Bauch hinter 75 Kilo Hund (zwei Dobermanndamen) hergezogen zu werden. Zusätzlich haben wir die Worte "Vorsicht" und "Warte" geübt ... (was den Hunden einfach etwas Schnelligkeit in ihren Bewegungen nehmen sollte), damit sie das Baby bei den Geh- und Stehversuchen nicht umwalzen. Ach und: es wird nicht hinter Dingen hergejagt, die sich schnell bewegen ... das macht sich spätestens jetzt bezahlt, wo das Baby ständig anfängt völlig unverhofft loszurennen ... gerne auch mal mit Lebensmitteln in der Hand.

 

6. Es wird nicht (mehr) gerangelt. Die 75 Kilo hab ich oben schon erwähnt. Dem hält kein Baby oder Kleinkind stand. Also haben wir körperliches Gerangel einfach abgestellt (ich kenne auch andere Familien, die im Haus darauf verzichten, wir lassen es komplett). Hier wird nicht mehr an irgendwelchen Dingen gezogen und gezerrt oder hochgesprungen. Wenn die Hunde etwas haben möchten, müssen sie sich absetzen und warten bis ich es ihnen gebe oder ein Kommando gebe, dass sie es sich holen dürfen.

 

7. Hunde/Tiere sind kein Spielzeug. Vielleicht gehört diese Regel von der Priorität weiter nach oben. Aber da sie erst umzusetzen ist, wenn das Baby schon etwas versteht - nun an Stelle Nummer 7: An Hunden wird nicht gezogen, nicht gerissen oder gezerrt. Man darf sie zu sich rufen (oder zu sich winken, wie es hier in der Praxis oft passiert), man darf sie streicheln (ei machen) und man darf (ja hier nehme ich gerne Kritik an, aber so ist es nun mal, ich bin auch nicht die Konsequenz in Person) auch ab und an mal sein essen mit ihnen teilen. Der Unterschied zu einem Kuscheltier muss dem Kind sehr deutlich gemacht werden. Das haben die Tiere hier super umgesetzt, sobald es ihnen zu grob wurde, haben sie sich verkrümelt. Bedeutet, will das Baby mit ihnen spielen, muss es vorsichtig sein. Als Eltern muss man den Tieren allerdings auch die Chance geben!!! sich zu verkrümeln.

 

8. Essen: diese Regel ist hier nicht so wichtig, weil sie schon immer umgesetzt wird, ABER hier sehe ich eine große Gefahr. Die Hunde müssen lernen, dass Essen nicht gestohlen wird, sondern man es sich geben lässt und gesittet wartet, bis es soweit ist. Wir haben tatsächlich nichts dagegen, wenn das baby dem Hund mal das ein oder andere Krümelchen gibt (die Pflegekinder haben an ihren ersten Tagen hier sogar unter Aufsicht die tägliche Fütterung übernommen), denn wer den Hund füttert bekommt natürlich auch ein kleines Stückchen Macht (übers Essen) und somit Respekt vom Hund. Auf der anderen Seite sollte man ein Kleinkind und auch ein größeres vielleicht nicht unbedingt mit einer Wiener unbeaufsichtigt zu den Hunden in den Garten schicken.

 

9. Eifersucht vemeiden ... ist nicht immer einfach, denn gerade anfangs beschäftigt man sich notgedrungen sehr oft mit dem Neuankömmling. Ich habe versucht Emma einzubinden ... beim Wickeln hat sie die Windel in den Eimer getan ... natürlich ging das auch ab und an daneben. Sie durfte mit kuscheln und das Baby beschnuffen und anschauen, so oft sie wollte (nicht anlecken, das kann ich einfach nicht leiden ;)) Ach und: meine Tochter brauchte keine Vitamin D - Tabletten ... denn sie war trotz des kalten Novembers damals mehrere Stunden am Tag draußen. Kopfarbeit mit den Hunden im Wohnzimmer geht übrigens super auch mit Baby und der Waupapa hat den ein oder anderen Gassigang auch übernommen.

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